Eine Pfarrerin, die Fussball und Musik liebt

Steffisburg

Feierlich wurde gestern Annemarie Beer von ihrer Studienfreundin Saara Folini als Pfarrerin in der Kirche Sonnenfeld eingesetzt.

Neue Pfarrerin: In der Kirche Sonnenfeld wurde (von links) Annemarie Beer von ihrer Studienfreundin Saara Folini und Kirchgemeinderatspräsidentin Barbara Anken Schweizer ins Amt eingesetzt.<p class='credit'>(Bild: Verena Holzer)</p>

Neue Pfarrerin: In der Kirche Sonnenfeld wurde (von links) Annemarie Beer von ihrer Studienfreundin Saara Folini und Kirchgemeinderatspräsidentin Barbara Anken Schweizer ins Amt eingesetzt.

(Bild: Verena Holzer)

Bereits als Stellvertreterin hatte Annemarie Beer im Pfarrkreis Sonnenfeld gearbeitet. Gestern wurde sie von der Kirchgemeinde Steffisburg definitiv als Nachfolgerin von Pfarrer Kurt Bienz in ihr Amt eingesetzt. Ihre Studien-freundin Saara Folini thematisierte in ihrer berndeutschen Predigt das Wasser als Lebensquelle sowie den damit verbundenen Durst nach Leben und Liebe. Beer sei eine gute Zuhörerin, sei bodenständig und aufrecht im Glauben, stellte sie ihre Kollegin vor.

«Ein Licht der Nacht»

«Eine Pfarrerin ist so etwas wie eine Rutengängerin, die auch verschollene Quellen zu finden vermag. Sie setzt sich überall ein, wos brennt, und ist ein Licht in der Nacht», meinte Folini im ­weiteren Verlauf ihrer Predigt und ergänzte: «Annemarie Beer hat Stärken und Schwächen. Wir müssen ja nicht perfekt sein – das macht uns glaubwürdig.»

Neue Teamplayerin

Kirchgemeinderatspräsidentin Barbara Anken Schweizer erklär-te, dass eine solch grosse Kirchgemeinde keine Einzelkämpfer, sondern Teamplayer brauche. Mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung sei Beer sicher fähig, die Kurven und Stolpersteine auf ihrem neuen Weg zu meistern, sagte sie. Das Pfarrkollegium bereicherte seine Segensgebete mit ganz persönlichen Geschenken wie etwa einer Trillerpfeife, Fussballsocken und einem T-Shirt mit der Nummer 8.

Die Geschenke wiesen auf Beers Hobby hin. Die in Trub auf einem Bauernhof mit drei älteren Geschwistern Aufgewachsene hat grossen Spass am Fussball. Daneben liest sie gerne, liebt ­Musik und Gesang. «Ich freue mich, mit euch in Freud und Leid unterwegs zu sein», meinte die neue Pfarrerin. «Mein grösster Traum ist ein menschenwürdiges Zusammenleben der Menschheit», erklärte sie den gut 250 Anwesenden in der Kirche Sonnenfeld. Regierungsstatthalter Marc Fritschi überbrachte schliesslich die Grüsse des Kantons. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor Steffisburg mit Sopranistin Annina Künzi sowie Organist Roland Finsterwalder.

Thuner Tagblatt

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