Empa: Die Verträge sind signiert

Vertreter der Stadt Thun, des Kantons und der Empa haben die Verträge zur Sicherung des Empa-Standortes Thun unterzeichnet.

Das General-Herzog-Haus, wo die Empa ihren Sitz hat.

Das General-Herzog-Haus, wo die Empa ihren Sitz hat.

(Bild: Patric Spahni)

«Die Empa hat einen hohen Stellenwert für Thun.» Dies sagte der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) an der Stadtratssitzung im letzten Februar, bei der das Parlament letztlich einen 1,7-Millionen-Kredit genehmigte. Mit dem Geld sollte der Standort Thun der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (Empa) bis 2030 gesichert und gleichzeitig ein Ausbau ermöglicht werden. Im März sprach dann auch der Grosse Rat mit 130 zu 0 Stimmen einen Kantonsbeitrag von 10 Millionen Franken für den Empa-Ausbau.

Nun haben die Direktbeteiligten das Vorhaben unter Dach und Fach gebracht. Wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Montag mitteilte, haben Lanz, Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) sowie Empa-Direktor Gian-Luca Bona «die Standortverpflichtung der Empa in Thun bis zum Jahr 2030 vertraglich geregelt».

Technologie-Campus in Thun

Das Projektvolumen der Empa für die in Thun vorgesehenen Aktivitäten beläuft sich, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, «gemäss gegenwärtiger Planung auf insgesamt rund 18 Millionen Franken, an denen sich der Kanton Bern und die Stadt Thun zusammen mit knapp 10 Millionen Franken über die nächsten acht Jahre beteiligen».

Der Standort im Perimeter des Entwicklungsschwerpunkts Thun-Nord solle den «Charakter eines Technologie-Campus» erhalten und eng mit den Aktivitäten des Innovationsparks Biel verknüpft werden. In unmittelbarer Nähe zur Empa sind zudem Flächen und ein Unterstützungsangebot für Start-up-Firmen vorgesehen.

Schliessung verhindert

Die Empa will in Thun den Forschungsbereich Additive Fertigung forcieren. Dazu gehört zum Beispiel die Weiterentwicklung der 3-D-Drucktechnik. Aktuell beschäftigt die Empa in Thun 70 Angestellte. Bevor sie die jüngsten Ausbaupläne bekannt gab, hatte die ETH eine Schliessung des Standorts Thun nicht ausgeschlossen. Daraufhin setzte sich die Stadt zusammen mit der kantonalen Wirtschaftsförderung für den Erhalt der Empa in Thun ein.

gbs/pd

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