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Erschliessung Eystrasse Wengi zurückgewiesen

Die Gemeindeversammlung Reichenbach bewilligte finanzielle Anliegen. Doch die Baulanderschliessung Eystrasse Wengi muss neu geplant werden.

Grösser als erwartet, war der Aufmarsch von Stimmberechtigten zur Gemeindeversammlung am Dienstag im Kirchgemeindehaus. Was vom Hauswart das Bereitstellen von zusätzlichen Stühlen forderte. Das von Kassier Peter von Känel und Finanzvorsteher Toni Imsand präsentierte Budget 2020 wurde trotz hohem Defizit kommentarlos bewilligt. Der Steuerhaushalt mit einem Aufwand von 13,2 Millionen und einem Ertrag von 12’5 Millionen Franken Franken schliesst mit einem Aufwandüberschuss von knapp 700'000 Franken. Was Gegenüber dem Vorjahresbudget eine Verschlechterung von rund 442'889 Franken ergibt. Der Einheitssatz bleibt unverändert bei 1,77, die Liegenschaftssteuer bei 1,2 Promille.

Keine Einwände hatten die Stimmberechtigten beim Geschäft «Regionale Forststrukturen: Übernahme Sitzgemeinde, Schaffung Geschäftsstelle Schutzwald». Obmann Hans Ulrich Mürner überzeugte mit seiner Ansage: «Die Infrastruktur schützen, bewahrt vor Schaden.» Als Gemeinde mit der grössten Waldfläche neben Frutigen, Kandergrund, Kandersteg und Adelboden führt Reichenbach die vorgesehene Geschäftsstelle. Der jährlich wiederkehrende Kredit beträgt maximal 220'000 Franken, die von Kanton, Schutzwaldprojekten, Dienstleistungen und Gemeinden getragen werden. Der Anteil Reichenbach beträgt 30'000 Franken.

Das Ganze von vorne

Keine Gnade fand das Projekt «Baulanderschliessung Eystrasse Wengi» mit einem «Minimalstandart für Quartierstrassen mit wenig Verkehr». Vorgesehen war ein Verpflichtungskredit von 600'000 Franken; mit einer Basiserschliessung durch die Gemeinde und der Detailerschliessung durch die Grundeigentümer. Nach der Vorstellung durch Hans Ulrich Mürner begründeten Konrad und Manuela Moser ihren Rückweisungsantrag mit fehlender Nachhaltigkeit, da laut Siedlungsplaner auf dem Gelände 20 bis 40 Wohneinheiten möglich wären.

Mosers befürchteten Enteignungen, beklagten sich, die Gemeinde hätte ihre Anfrage zu einer möglichen Teilauszohnung nicht beantwortet und forderten eine alternative Lösung. Mit der Annahme des Rückweisungsantrages durch 63 der 124 Stimmberechtigten muss die Gemeinde das Projekt neu erarbeiten.

Uneingeschränkte Zustimmung fanden der Verpflichtungskredit der Wasserleitungen im Dorf Kiental von 680'000 Franken, die Sanierung der Abwasserleitung Reudlenbrücke bis Schützenbrücke für 250'000 Franken und die Sanierung der «Runsenbrücke» mit Ersatz des Strassenbelages für 150'000 Franken.

In der «Chropfleerete», sprich «Verschiedenes», wurden die Behörden mit der schlecht funktionierenden Parkierungs-App, der Sicherung der Schulwege und der Bitte, bei öffentlichen Projekten vermehrt einheimische Unternehmer zu berücksichtigen, konfrontiert.

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