Thun

Flugplatzstrasse erhält mehr Platz

ThunDer Strasse entlang des Flugplatzes und der Sportplätze Waldeck in Thun kommt wegen der künftigen Erschliessung des geplanten Abfallsammelhofs eine neue Bedeutung zu.

Die Strasse entlang des Flugplatzes Thun soll eine andere Linienführung erhalten. Anstelle der heutigen Linkskurve (Bildmitte) ist vorgesehen, die Strasse geradeaus bis auf die Höhe der A 6 (nicht im Bild) zu führen. Am rechten Bildrand ist der Hangar des Flugplatzvereins Thun zu erkennen.

Die Strasse entlang des Flugplatzes Thun soll eine andere Linienführung erhalten. Anstelle der heutigen Linkskurve (Bildmitte) ist vorgesehen, die Strasse geradeaus bis auf die Höhe der A 6 (nicht im Bild) zu führen. Am rechten Bildrand ist der Hangar des Flugplatzvereins Thun zu erkennen. Bild: Christoph Gerber

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Strasse zwischen der Kreuzung Waldeck im Lerchenfeld und der Überführung über die A 6 führt an den Sportplätzen der Genossenschaft Sportanlagen Wald­eck sowie am Flugplatz Thun ­vorbei. Sie gehört aktuell der Armasuisse. Am Donnerstag hat die Stadt mitgeteilt, dass sie den Abschnitt, der offiziell noch zur Allmendstrasse zählt, vom Bundesamt für Rüstung übernimmt.

Die Stadt will die Strasse sanieren und ausbauen. Dadurch soll die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, «insbesondere für die Nutzer der Sport- und Freizeitanlagen», in diesem Gebiet verbessert werden, steht in der Mitteilung. Im Zuge der Arbeiten ist vorgesehen, die Strasse offiziell in Flugplatzstrasse umzubenennen. Auf Boden der Gemeinde Thierachern trägt sie bereits heute diese Bezeichnung.

Hintergrund der Sanierung ist der geplante Bau des regionalen Abfallsammelhofs zwischen Allmendstrasse, A 6 und Fussballplatz des FC Lerchenfeld (vgl. Kasten «Abfallsammelhof»). Mit dem Sammelhof «erhält die Strasse für die Stadt Thun eine weitere wichtige Bedeutung für dessen Erschliessung», heisst es weiter.

Keine Querung mehr nötig?

Die Armasuisse hat sich bereit erklärt, die Strasse der Stadt unentgeltlich abzutreten. Letztere beabsichtigt, diverse Umgestaltungen vorzunehmen. So ist geplant, auf beiden Seiten ein Trottoir zu bauen. «Im Bereich der Fussballplätze, wo die Strasse oft gequert wird, sollen Verkehrselemente das Tempo drosseln und die Aufmerksamkeit erhöhen», schreibt die Stadt.

Auf Höhe des heutigen Hangars des Flugplatzvereins, wo die Strasse momentan noch schräg links in Richtung Allmend verläuft, möchte die Stadt die Strasse geradeaus weiterführen.

Dies würde es dem Verein ermöglichen, auf der frei werdenden Fläche einen neuen Hangar zu bauen, wodurch die Segelflieger die Strasse nicht mehr queren müssten (vgl. Kasten «Flugplatz-Nutzer»). Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) sagt auf Anfrage, dass das Verhindern von Querungen die zentrale Überlegung für die neue Strassenführung war.

«Wegen der neuen Trottoirs wäre das Queren künftig ohnehin sehr erschwert», so der Bauvorsteher. Ob ein neuer Hangar dereinst tatsächlich realisiert werde, sei aber ganz klar «Sache des Vereins».

Mit Kreisel statt Ampelanlage

Die Kosten für den Ausbau und die Sanierung der Flugplatzstrasse belaufen sich voraussichtlich auf 1,935 Millionen Franken. Über den Kredit in dieser Höhe befindet der Thuner Stadtrat an seiner nächsten Sitzung vom 23. August. Die Stadt will die Arbeiten mit jenen der Sanierung Allmendstrasse auf dem Abschnitt Zollhaus bis KVA koordinieren. Dabei wird etwa die Ampelanlage bei der Kreuzung Waldeck durch einen Kreisel ersetzt. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 09.08.2018, 20:19 Uhr

Abfallsammelhof

Die Sanierung und der Ausbau der Flugplatzstrasse (vgl. Haupttext) haben einen direkten Zusammenhang mit dem geplanten Abfallsammelhof hinter den Sportanlagen Waldeck. Wegen des neuen Sammelhofs, der ­jenen an der Militärstrasse ersetzen soll, ist auf der Strasse mit mehr Verkehr zu rechnen. Das gemeinsame Vorhaben der AG für Abfallverwertung (Avag) und der Stadt ist im Lerchenfeld von Beginn an auf Widerstand gestossen. Inzwischen ist jedoch geplant, das Baugesuch für die Anlage zeitgleich mit jenem für die Sanierung der Strasse im Oktober einzureichen. Konrad Hädener rechnet mit Einsprachen von Anwohnern. «Deshalb ist es schwierig abzuschätzen, wann es mit dem Bau des Sammelhofs losgehen könnte», so der Bauvorsteher. Als frühesten Termin nennt er die zweite Jahreshälfte 2019. gbs

Flugplatz-Nutzer

Betroffen von der Erschliessung des neuen Abfallsammelhofs sind auch die Nutzer des Flugplatzes Thun. So queren etwa die Segelflieger die Strasse auf dem Weg vom Hangar zur Start- und Landebahn und ­zurück. Zudem ist ein Hangarneubau geplant. Die Hauptversammlung des Flugplatzvereins bewilligte einen Kredit, mit dem Vorabklärungen für den allfälligen Bau des neuen Hangars auf der anderen Strassenseite finanziert werden sollen. So würde die Querung der Strasse wegfallen. Im März sagte Jürg Freund, Vorstandsmitglied des Flugplatzvereins, gegenüber dieser Zeitung: Eine Machbarkeitsstudie solle aufzeigen, ob ein solches Projekt für den Verein überhaupt tragbar sei. Konkrete Resultate gibt es im Moment noch nicht: «Unsere Vorabklärungen laufen noch», sagte Freund gestern auf Anfrage. mik/maz

Artikel zum Thema

Flieger und Autos im Clinch

Thun Der geplante Abfallsammelhof, beziehungsweise dessen Erschliessung, stellt die Flieger auf dem Flugplatz Thun vor grosse Herausforderungen. Sie wollen die Situation dazu nutzen, dem Betrieb neuen Schub zu verleihen. Mehr...

Leist findet Sammelhof unzumutbar

Thun Der Vorstand des Lerchenfeld-Leists lehnt den Bau eines neuen Abfallsammelhofs im Quartier entschieden ab. Er fordert die Stadt auf, nach einem alternativen Standort Ausschau zu halten. Mehr...

Das Tor zum Lerchenfeld soll weichen

Thun Für den Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord müsse eine S-Bahn-Station vorgesehen werden. Dies ist eine der Forderungen, die im Rahmen der Mitwirkung zur geplanten Zonenplanänderung deponiert wurden. Mehr...

Paid Post

Erotik zu dritt

Hier finden Singles oder Paare den passenden Partnern für den flotten Dreier: The Casual Lounge.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Abkühlung: Der kleine Gorilla Virunga wird von seiner Mutter Nalani durch den Biopark Valencia in Spanien getragen. Virunga ist der zweite Gorilla, der im Rahmen des europäischen Artenschutzprogrammes geboren wurde. (17.August 2018)
(Bild: Manuel Bruque/EPA) Mehr...