Frauenpower im neuen Rittersaal

Thun

10 Konzerte an 6 verschiedenen Spielorten: Am 1. Juni beginnen die 51. Schlosskonzerte. Die Ausnahmegeigerin Baiba ­Skride eröffnet das Festival im Rittersaal.

Baiba Skride wird als Shootingstar bezeichnet: Die lettische Ausnahmegeigerin tritt üblicherweise in den grossen Konzertsälen auf, am 1. Juni dagegen im intimen Rahmen und für die Schlosskonzerte Thun im Rittersaal.

Baiba Skride wird als Shootingstar bezeichnet: Die lettische Ausnahmegeigerin tritt üblicherweise in den grossen Konzertsälen auf, am 1. Juni dagegen im intimen Rahmen und für die Schlosskonzerte Thun im Rittersaal.

(Bild: pd)

«Unser erstmaliges Open-Air-Picknickkonzert am 13. Juni im Park der Villa Séquin mit der Carte blanche für unseren diesjährigen ‹Artiste étoile› Teo Gheorghiu ist – abgesehen von einzelnen Karten an der Abendkasse – bereits ausverkauft. Unser Wunsch, auch Junge und Familien anzulocken, hat sich offenbar erfüllt», sagt Gisela Trost.

Die Bernerin leitet seit fünf Jahren die Geschäftsstelle der Schlosskonzerte Thun. Das Musikfestival startet am 1. Juni seine 51. Ausgabe und bietet bis zum 24. Juni 10 Konzerte an 6 verschiedenen Standorten. «Zum Glück», meint Trost, die selbst früher als Sängerin auf Bühnen daheim war, «können wir Interessierten den heute erwachsenen ‹Vitus› am 14. und am 17. Juni noch in zwei weiteren Konzerten erleben lassen.»

Der Verein Schlosskonzerte Thun, der 2017 von der Stadt für seine langjährige Kulturvermittlung mit dem sogenannten Kulturstreuer geehrt worden ist, stellt die Freude über die Vielfalt der Musik in den Fokus. Auf das Publikum wartet ein Programm mit international renommierten Musikerinnen und Musikern und abwechslungsreichen Klängen – von Kammermusik über Klassik bis zu Jazz und Barock.

Ein Shootingstar auf Tournee

Den Auftakt macht die lettische Ausnahmegeigerin Baiba Skride mit ihrem Skride-Quartett. Zu den vier jungen Solistinnen gehören weiter ihre Schwester Lauma Skride, die französische Bratschistin Lise Berthaud und die holländische Cellistin Harriet Krijgh, der letztjährige «Artiste étoile» der Schlosskonzerte Thun.

«Die vier Musikerinnen füllen den renovierten Rittersaal im Schloss mit Frauenpower», freut sich Gisela Trost. Und: «Baiba Skride ist ein Star, der weltweit in den grossen Konzertsälen auftritt – und gleichzeitig die intime Atmosphäre im kleinen Rittersaal schätzt.» Das Quartett nehme direkt nach Thun seine erste CD auf und begebe sich in den nächsten Jahren auf Tourneen durch Europa, die USA und Aus­tralien. «Baiba Skride erzählte mir», sagt Trost, «dass zudem einige Auftragswerke in Planung seien, was sie besonders freue.»

Musikalische Sternstunde

Bis zum 24. Juni folgen Konzerte mit dem Blockflötisten Maurice Steger, mit Gilles Apap & Meduoteran, dem Trio Jütz, dem Duo L’Istante und dem Collegium Vocale Bern. Nebst dem Picknickkonzert ist auch die Orchester­gala «Frauen!» ein Höhepunkt, an welcher die Violinistin Malin Broman mit dem schwedischen Kammerorchester Musica Vitae auftritt.

«Es gastiert exklusiv für die Schlosskonzerte Thun in der Schweiz.» Gisela Trost freut sich auf das Eröffnungskonzert auf dem Schlossberg, zu dem wiederum ein Shuttledienst vom Bahnhof hochfährt. «Das Skride-Quartett nach Thun zu holen, war nur durch Vermittlung von Harriet Krijgh möglich», erwähnt die ­Geschäftsleiterin. «Wenn ich mir Harriets künstlerisches Charisma mit vier multipliziert vorstelle, steht uns eine musikalische Sternstunde bevor.»

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