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Fred Gaegaufs stiller Abgang bei der Fritz Studer AG

Die Fritz Studer AG hat das Geschäftsjahr 2018 unter neuer Leitung begonnen: Fred Gaegauf ist nicht mehr dabei. Der neue CEO Jens Bleher machte deutlich, dass das Unternehmen auch künftig vorne mitspielen will.

Die neue Geschäftsleitung der Fritz Studer AG besteht seit dem 1. Januar aus (v. l.) Jens Bleher, Stephan Stoll, Daniel Huber und Sandro Bottazzo.
Die neue Geschäftsleitung der Fritz Studer AG besteht seit dem 1. Januar aus (v. l.) Jens Bleher, Stephan Stoll, Daniel Huber und Sandro Bottazzo.
David Schweizer

Nach den ersten Begrüssungsworten konnte Jens Bleher, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Studer AG, nicht weitersprechen. Zu erstaunt waren die anwesenden Journalisten und Fotografen aus aller Welt über seine Person – sie hatten nämlich jemand anderes erwartet: Fred Gaegauf. Dieser jedoch war nicht anwesend.

Gaegauf habe die Firma per Ende des letzten Jahres nach 39 Jahren verlassen, teilte Bleher den verdutzten Anwesenden an der Jahrespressekonferenz der Firma mit. Er wirke, wie im Sinne der Nachfolgeregelung bereits lange vorgesehen, neu als CTO – Chief Technology Officer – der United Grinding Group AG.

Die Fritz Studer AG ist Teil jenes Unternehmens. «Der Wechsel von Fred Gaegauf ist auf seinen Wunsch und geplant erfolgt», erklärte Michèle Fahrni, Leiterin Kommunikation der Studer AG, den nicht alltäglichen Wechsel. Der 65-Jährige bringe sein Wissen nun bis auf weiteres bei United Grinding ein.

Zur Studer-Geschäftsführung, die per 1. Januar 2018 neu aufgestellt wurde, gehören neben dem Vorsitzenden Jens Bleher auch CTO Daniel Huber (technische Geschäftsleitung) und COO Stephan Stoll (operative Geschäftsleitung), die beide seit letztem Jahr bei der Studer AG tätig sind, sowie CSO Sandro Bottazzo (Geschäftsleitung Betrieb), der bereits seine Lehre bei der Firma absolviert hat.

Ziele erreicht und übertroffen

Der neue CEO Bleher klang während seiner ersten Jahrespressekonferenz, die unter dem Motto «Fussball» stand, zuversichtlich: «Wir wollen ganz vorne mitspielen», sagte er in Anlehnung an die Fussballersprache.

2017 sei im Vergleich zu einem schwächeren 2016 ein sehr gutes Jahr gewesen, in dem die Firma ihre gesteckten Ziele habe erreichen, teilweise gar übertreffen können. Ab Juni 2017 erhielt die Firma mehr Aufträge als erwartet. Aber: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel», man wolle sich weiter verbessern: «Erfolgreich ist, wer erfolgreiche Kunden hat», sagte Bleher.

Stephan Stoll, operativer Geschäftsleiter, nannte drei Schwerpunkte, die die Firma im laufenden Jahr verfolgen will: Die ­Studer AG setze auf ein solides Fundament, etwa eine gute Ausbildung der Lernenden, die 10 Prozent der Studer-Mitarbeitenden ausmachen.

Höchste Präzision bei der Produktion sei ein weiteres Ziel, das unter anderem durch Investitionen in Messmaschinen verfolgt werde, indem man die Schleifmaschinen stets optimiere. Auch die Effizienz solle weiterhin gesteigert werden, etwa mit der Entwicklung einer neuen Universalschleifmaschine.

Award geht nach Bremen

Für seinen neuen Ansatz zum Thema «Feinschleifen von Verzahnungen mit elastischen Schleifscheiben» verlieh die Firma Studer André Wagner, Doktor am Leibniz-Institut für werkstofforientierte Technologien in Bremen den Fritz Studer Award. Bereits zum fünften Mal hat Studer jenen mit 10'000 Franken dotierten Forschungspreis für eine besonders kreative Idee im Bereich Maschinenindustrie ver­liehen.

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