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Fritschi weist Einsprachen gegen Heimumbau ab

Regierungsstatthalter Marc Fritschi hat der Stiftung Wohnen im Alter die Baubewilligung für den Umbau des Altersheims Martinzentrum erteilt und die Einsprachen abgewiesen.

Regierungsstatthalter Marc Fritschi gibt dem Umbau grünes Licht.
Regierungsstatthalter Marc Fritschi gibt dem Umbau grünes Licht.
Patric Spahni

Die Stiftung Wohnen im Alter Thun (WIA) beabsichtigt, das Alters- und Pflegeheim Martinzentrum für rund 26 Millionen Franken zu sanieren und erweitern (wir berichteten). Nach der Erteilung der Baubewilligung durch das Regierungsstatthalteramt ist sie diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher gekommen.Nach Prüfung der Unterlagen und Pläne sei Regierungsstatthalter Marc Fritschi zum Schluss gekommen, dass das Projekt zonenkonform sei und den Bauvorschriften entspreche, hiess es in einer gestern publizierten Medienmitteilung.

Wenig Lärm und Verkehr zu erwarten

Mit der Erteilung der Baubewilligung hat der Regierungsstatthalter gleichzeitig zwei Einsprachen abgewiesen. Eine sei von einem Verein, die andere von privater Seite eingegangen, sagte Marc Fritschi gestern auf Anfrage. Gerügt worden sei, dass das Projekt nicht zonenkonform sei, zu wenig Parkplätze vorsehe und zu viel Verkehr verursache. Diese Rügen wurden jedoch abschlägig beurteilt.

Das Martinzentrum befindet sich heute bereits in einer Zone für öffentliche Nutzung. Der geplante Anbau ist dreistöckig, zulässig wären vier Stöcke. Gemäss Medienmitteilung des Regierungsstatthalteramtes seien die Verkehrsimmissionen einer zonenkonformen Nutzung von den Anstössern hinzunehmen. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass die Bewohner und Besucher eines Alterszentrums wohl unterdurchschnittlich Lärm verursachten und nachts kaum Verkehr ausgelöst werde. Offen ist, ob die Einsprachen vor die Baudirektion des Kantons Bern weitergezogen werden.

Erste Etappe um ein Jahr

verzögert

Trotz der erteilten Baubewilligung haben die Einsprachen Verzögerungen im Zeitplan bewirkt. «Wir werden jetzt die Ausführungsplanung machen und im nächsten Frühling mit der ersten Etappe anfangen», sagte Stephan Friedli, Vorsitzender der Geschäftsleitung von der Stiftung WIA. Ursprünglich hätte die erste Etappe, welche die Sanierung des Nebentrakts mitsamt der Haustechnik umfasst, in diesem Jahr erfolgen sollen.

Ob das Martinzentrum wie geplant bis 2022 ausgebaut und saniert werden kann, hängt auch davon ab, wie der Bau des neuen Pflegeheims Hoffmatte auf dem Areal der Hoffmann Neopac AG im Gwatt vorankommt. In dieses werden die Bewohner des Martinzentrums umziehen müssen, bevor die zweite Etappe und damit der eigentliche Ausbau des Zentrums erfolgen kann. «Momentan erarbeitet die Stadt Thun die Umzonung für das Projekt Hoffmatte», sagte Stephan Friedli und fügte an, dass auch beim Neubauprojekt Einsprachen zu erwarten ­seien. «Es ist von daher sehr offen, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.»

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