Zum Hauptinhalt springen

Gegen die Sparpläne des Kantons

Der Kanton plant im Rahmen eines Sparpakets, Gelder für Bildungsinstitute in der Region zu streichen. Der Thuner Gemeinderat wehrt sich dagegen.

Nicht nur in der Pflege spart der Regierungsrat: Neben dem Berner Bildungszentrum Pflege in Thun soll auch bei der Hotelfachschule Thun der Rotstift angesetzt werden. Das stösst auf Widerstand.
Nicht nur in der Pflege spart der Regierungsrat: Neben dem Berner Bildungszentrum Pflege in Thun soll auch bei der Hotelfachschule Thun der Rotstift angesetzt werden. Das stösst auf Widerstand.
Keystone

Im gesamten Oberland gibt es im tertiären Bildungsbereich nur zwei Bildungsinstitutionen (Hotelfachschule Thun und Berner Bildungszentrum Pflege, Standort Thun). «Eine Schwächung und eine Gefährdung dieser beiden höheren Fachschulen müssen deshalb unbedingt verhindert werden», schreibt der Thuner Gemeinderat in einer Medienmitteilung.

Der Kanton Bern wende für den Hochschulbereich an den Standorten Bern, Biel und Burgdorf jährlich rund 600 Millionen Franken auf. Nun wolle der Regierungsrat im Rahmen des Ent­lastungspakets 2018 bei der Hotelfachschule Thun und beim Bildungszentrum Pflege jährlich je eine Million Franken sparen. «Der Thuner Gemeinderat setzt sich in der laufenden Spardebatte entschieden gegen eine Schwächung des Bildungsstandortes Thun und des Berner Oberlandes ein», steht weiter in der Mitteilung.

Im Stadtrat ein Thema

Am 24. August haben die Thuner Stadträte zudem zwei dringliche Postulate zu diesen Bildungsinstitutionen eingereicht. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat die Annahme dieser Vorstösse. Die Postulate werden an der Stadtratssitzung vom 21. September behandelt.

Der Gemeinderat erwartet weiter, «dass der Kanton die Stadt Thun als Gymnasialstandort stärkt und die angekündigten Investitionen in das Gymnasium Thun ohne weitere Verzögerungen auslöst». Die Schulraumplanung in der Stadt Thun sei insbesondere im Seefeld von den künftigen Entschei­dungen des Kantons abhängig, schreibt der Gemeinderat in der Mitteilung.

Stadtpräsident macht Druck

Der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) hat in der Septembersession eine Anfrage zum Gymnasium Thun eingereicht. Der Regierungsrat solle die Frage beantworten, bis wann der Kanton verbindlich entscheide, ob der Standort des Gymnasiums Thun-Seefeld weiterhin durch den Kanton genutzt oder ein Neubau am Standort Thun-Schadau errichtet werde.

Lanz schlägt damit in die gleiche Kerbe wie Grossratskollege Samuel Krähenbühl (SVP, Unterlangenegg). Auch er hat im gleichen Zusammenhang eine Anfrage beim Regierungsrat deponiert. Die Anfragen werden in den nächsten Tagen schriftlich beantwortet.

Abschliessend steht im Communiqué: «Angesichts des bestehenden regionalen Ungleichgewichtes im tertiären Bildungsbereich lehnt der Thuner Gemeinderat auch die Sparmassnahmen bei der Gartenbauschule Hünibach und beim Berufsbildungszentrum IDM ab.»

(pd/rop)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch