Geldsammlung für das Dach kommt voran

Oberlangenegg

Zwar harzt es mit planungsrechtlichen Grundlagen. Trotzdem geben die Initianten des Eishallendachs in Oberlangenegg Gas.

So soll die neue überdachte Kunsteisbahn Oberlangenegg dereinst aussehen.

So soll die neue überdachte Kunsteisbahn Oberlangenegg dereinst aussehen.

(Bild: zvg)

Marco Zysset@zyssetli

Das Projektteam, das die neue Kunsteisbahn Oberlangenegg plant, hat am Ende August die Gemeinderäte des Einzugsgebiets der Eisbahn im Verwaltungskreis Thun sowie im oberen Emmental über den Stand des Projekts informiert. «Dabei formulierte die Projektgruppe ihre Vorstellungen, wie eine mögliche finanzielle Beteiligung der Gemeinden aussehen könnte», schreibt sie in einer Mitteilung.

Die Idee ist, dass sich die Gemeinden – abgestuft nach geografischer Nähe zur Anlage und Nutzung durch Vereine aus der Gemeinde – finanziell an der 3H44 AG beteiligen. Diese soll gegründet werden, um die neue Anlage aus dem EHC Oberlangenegg auszulagern und zu betreiben.

Eine Mehrheit der Gemeinden habe fristgerecht bis Ende September geantwortet, heisst es in der Mitteilung weiter, während von einigen die Antwort noch ausstehe. Alle Gemeinden, welche bisher geantwortet haben, sind gemäss der Mitteilung bereit, sich finanziell an der Anlage zu beteiligen.

Allen voran die Standortgemeinde Oberlangenegg, welche den höchsten Beitrag zu entrichten hätte. Der Gemeinderat will der Gemeindeversammlung einen Kredit von 70'000 Franken zur Annahme empfehlen. Momentan liegen bereits Zusagen von Gemeinden und Vereinen über von 203'672 Franken vor.

Regionale Bank kommtwohl auch an Bord

«Die Projektgruppe wird nun bei den Gemeinden, welche noch nicht geantwortet haben, nachhaken und das weitere Vorgehen besprechen», sagt Samuel Krähenbühl, Mitglied der Projektgruppe. Zudem ist das Team weiterhin daran, Aktionäre für die 3H44 AG zu suchen. Aktuell liegen Absichtserklärungen zum Kauf von 4153 Aktien im Wert von 182'732 Franken vor.

Erfreulich sei, dass sich bezüglich Fremdfinanzierung eine Lösung mit der AEK Bank 1826 abzeichne. Ziel sei, «nach dem ­Erreichen einer sauberen Finanzierung, zu der auch die definitiven Zusagen des kantonalen Sportfonds sowie eines zinslosen Darlehens des Beco gehöre, die AG zu gründen», sagt Krähenbühl.

Nach der Gründung werde eine weitere Kapitalaufstockung durch zusätzliche Kleinaktionäre angestrebt. Insgesamt gehen erste Kostenschätzungen von Baukosten von 2,2 Millionen für die neue überdacht Eisbahn aus.

Neben der Finanzierung bleibt indes die Umzonung der Anlage und namentlich eines an die heutige Eisbahn angrenzenden kleinen Waldstücks die grösste Herausforderung. «Zwar tönt die Stellungnahme der zuständigen kantonalen Behörden grundsätzlich positiv», sagt Krähenbühl. «Trotzdem bleiben noch zwei, drei Punkte zu klären, wie etwa der genaue Ort der Ersatzaufforstung für die kleine Rodung sowie die Details der Erschliessung mit einem Gehweg zu den Park­plätzen.»

Thuner Tagblatt

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