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Erste Tischmesse in Steffisburg

13 Jahre nach der letzten Gewerbeausstellung präsentieren sich Handel und Gewerbe am Wochenende an einer Tischmesse.

Das OK der Tischmesse vor der Aula Schönau (v.l.): Elio Krenger, Jasmin Reinhard, Riccardo Sutter und Markus Cavelti.
Das OK der Tischmesse vor der Aula Schönau (v.l.): Elio Krenger, Jasmin Reinhard, Riccardo Sutter und Markus Cavelti.
PD

Eine Tischmesse – der Koffermarkt der Gewerbler? Elio Krenger lacht, als er diese Frage hört. Der 24-Jährige hat vor zweieinhalb Jahren die Firma Krenger Werbetechnik GmbH von seinen Eltern übernommen, sitzt im Vorstand des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Steffisburg und im OK der ersten Tischmesse in Steffisburg, die nächstes Wochenende in der Aula Schönau stattfindet. «Nein, wir wollen eben gerade keine Märit-Stimmung mit Verkäufern, die sich gegenseitig überbieten im Buhlen im Kampf um die Aufmerksamkeit der Besucher», antwortet Krenger auf die eingangs gestellte Frage.

Anstelle eines Wettkampfs, wer mit dem grössten, strahlendsten und lautesten Messestand auftrumpfen kann, gibt es klar definierte Regeln für die Tischmesse in Steffisburg. Der Kern: Alle Teilnehmer haben einen identischen Tisch zur Verfügung, auf dem sie ihre Dienstleistungen und Produkte vorstellen können, Beratungsgespräche sind erwünscht – und auch Rabattangebote erlaubt. Aber kein Direktverkauf.

«In Zeiten, in denen immer mehr Gewerbetreibende beklagen, dass sie an klassischen Messen immer weniger verkaufen, wollten wir bewusst einen anderen Weg einschlagen», sagt Krenger weiter. Die Idee für die Tischmesse in Steffisburg sei im Frühling 2018 entstanden, inspiriert von einer ähnlichen Veranstaltung in Bern. Dort dient die Plattform indes nur dem Austausch unter Firmen. «Wir glauben, dass das Konzept auch im Kontakt mit Endkunden funktionieren kann», sagt Krenger. Deshalb ist er zusammen mit einem OK, in dem auch Riccardo Sutter von der BEKB in Thun, Jasmin Reinhard von der Regioprint AG und HGV-Präsident Markus Cavelti sitzen, seither daran, die Tischmesse zu organisieren.

Viel kleiner als einst

Insgesamt stellen sich am Wochenende 37 Betriebe aus unterschiedlichsten Branchen in der Aula Schönau vor. Auch wenn das nur knapp ein Drittel der 136 Aktivmitglieder ist und nur ein Viertel der 147 Aussteller der letzten Gewerbeausstellung 2006 im ehemaligen AMP-Areal, sind Krenger und sein OK guter Dinge: «Wir sind froh, dass wir nach vielen Jahren, in denen ausser dem Gwärbtag 2016 zum 100-Jahr-Jubiläum des HGV keine Ausstellung stattfand, mal wieder eine Plattform bieten können, auf der sich das Steffisburger Gewerbe zeigen kann.»

In der Tat fanden in den 13 Jahren seit der letzten Gewa in Heimberg, Uetendorf oder Blumenstein regelmässig Gewerbeausstellungen statt – nur Steffisburg stand hinten an. «Ein Grund ist sicher, dass wir im Dorf kein Lokal haben, das sich gut für eine klassische Gewerbeausstellung eignet», sagt Krenger.

Deshalb also die Hoffnung, dass mit dem Tischmesse-Konzept – neudeutsch könnte man auch von einem zwei Tage dauernden Pop-up sprechen – neuer Schwung in die Steffisburger Gewerbelandschaft gebracht werden kann. Weil aber allein wegen des Gewerbes doch kaum die angestrebten 500 bis 1000 Besucher pro Tag den Weg in die Schönau finden, gibts am Wochenende ein familienfreundliches Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Kletterwand für Klein und Gross, Gastronomie sowie musikalischer Unterhaltung mit den Cliffhangers am Samstag um 18 Uhr und den Red Sticks am Sonntag um 16 Uhr. Der Eintritt zur Tischmesse Steffisburg ist frei.

Alle Informationen online unter www.tischmesse-steffisburg.ch.

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