Zum Hauptinhalt springen

Glacevelos dürfen nächsten Sommer weiterfahren

Die Bewilligungen für die Thuner Glacevelos gelten auch für nächstes Jahr. Ende 2020 will der Gemeinderat mit allen Beteiligten Bilanz ziehen.

Lukas Külling (Bild) und Markus Später betreiben je ein Glacevelo-Unternehmen in Thun.
Lukas Külling (Bild) und Markus Später betreiben je ein Glacevelo-Unternehmen in Thun.
PD

Im Sommer 2019 entschied der Gemeinderat, dass der Schadau- und der Bonstettenpark für Glacevelos zur Tabuzone werden sollen. Er wollte den Betreibern keine Verkaufsbewilligung mehr erteilen. Das Echo in den Medien, der Bevölkerung und vor allem bei Lukas Külling und Markus Später, beide Betreiber eines Glacevelo-Unternehmens, war gross: Sie wollten den Entscheid nicht ohne weiteres akzeptieren.

Külling und Später sammelten 1644 Unterschriften für die Petition «Pro Glacevelos» und überreichten diese an Stadtschreiber Bruno Huwyler. Stadträtin Alice Kropf (SP) reichte zudem ein Postulat ein, in dem sie forderte, das Verbot nicht umzusetzen.

Am Donnerstag teilte die Stadt Thun nun mit, dass zumindest für die Saison 2020 alles beim Alten bleibt. «Der Gemeinderat hat die bestehenden Nutzungsbewilligungen nicht eingeschränkt», heisst es. Und weiter: «Die geltenden Bewilligungsauflagen sollen nach der Saison 2020 unter Einbezug aller Beteiligten überprüft und allenfalls angepasst werden.»

Grund für den Sinneswandel seien unter anderem die neuen Vorzeichen durch den Pächterwechsel im Schloss Schadau und die Sanierung des TCS-Campingplatzes. Grundsätzlich, sagt Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP), sei das Glacevelo-Angebot nie bestritten gewesen: «Die Velos sind bei den Leuten beliebt.»

Aber: «Es wurden in der Vergangenheit unter anderem Fahrverbote missachtet und Glacen an Orten verkauft, für die die Betreiber keine Bewilligung hatten.» Gewisse Regeln brauche es, um Konflikte zwischen den Parknutzern zu vermeiden.

«Es ist ein Geschenk»

Lukas Külling, Betreiber des Unternehmens Glace-Joe, freut sich über die Mitteilung der Stadt: «Es ist ein Weihnachtsgeschenk.» Er habe schriftlich genaue Abmachungen erhalten. Wie bisher sind Glacevelos etwa im Schadaupark beim Kinderspielplatz erlaubt, im Bonstettenpark darf beim neuen Spielplatz neben den Veloständern Glace verkauft werden.

«Mir ist wichtig, dass jetzt alle Beteiligten gleichermassen über Rechte und Pflichten informiert sind», sagt Külling. «Wir wurden im letzten Jahr von der Hunde-Security immer wieder aus dem Schadaupark weggewiesen, trotz einwandfreier Bewilligung.» Weniger erfreulich sei die Aussicht auf den runden Tisch Ende 2020: «Als Unternehmer verstehe ich, dass der öffentliche Raum immer mehr umkämpft ist

Trotzdem habe ich gerne langfristige Planungssicherheit, weil wir mit unseren Partnern längere Verträge abschliessen.» Doch er sei zuversichtlich, dass seine Glace­velos auch weiterhin in Thun unterwegs sein dürfen.

In Hilterfingen wird das nicht der Fall sein: Die Gemeinde, die im Sommer ebenfalls ein Verbot gegen die Glaceverkäufer ausgesprochen hatte, habe vom Regierungsstatthalter recht bekommen: «Unsere Velos locken dort offenbar zu viele Leute an, was verkehrstechnisch gefährlich sein könnte», sagt Külling.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch