Forst-Längenbühl

Graber wirkt neu im Rat mit

Forst-Längenbühl Seit Jahrzehnten prägen starke Persönlichkeiten das Wohlergehen der zwei ehemaligen Weiler und der neuen Gemeinde Forst-Längenbühl. Heute sind Kurt Kindler und sein Rat die Zukunftsmacher. Neu dabei ist Susanna Graber.

Susanna Graber ist neue Gemeinderätin in Forst-Längenbühl.

Susanna Graber ist neue Gemeinderätin in Forst-Längenbühl. Bild: Debora Stulz

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Forst-Längenbühl, vergangenen Montag, die Herbstgemeindeversammlung ist angesagt. An der Wand im Mehrzweckgebäude hängen die Schweizer, die Berner und die Gemeindefahne. Sie vermitteln urchige Stimmung. 58 von derzeit 780 Einwohnern sind gekommen, um zu hören, was heuer geschah und welche Auf­gaben 2018 und später anstehen. Die Traktandenliste und deren Anhang liess vermuten, dass die ordentliche Versammlung kürzer und das «Verschiedene» länger werden könnte.

Offene Kommunikation

Auf offene Informationen für die Bürgerinnen und Bürger setzten nicht nur Gemeindepräsident Kurt Kindler und seine Ratsmitglieder. Bereits seine Vorgänger in den Präsidien, Martin Schneeberger und Hans Burkhalter in Forst sowie Roland Neeser, Martin Hadorn und Marlise Rytz in Längenbühl, haben das Vorankommen der Gemeinden bis zur Fusion mit offener Kommunikation vorangetrieben.

Bei der Fragerunde zeigte sich, dass der Gemeindepräsident gut informiert ist. Er kennt einerseits die Sorgen und Begehren seiner Bürger, andererseits die Begebenheiten. Zur Beschwerde aus den Reihen über die seit Jahren zu engen Strassenverhältnisse im Bereich des sogenannten Chumm-Stutz Richtung Wattenwil und zum Wunsch, dem Kanton «Beine zu machen», sagte Kindler: «Wir kennen die Problematik, der Handlungsspielraum des Gemeinderates ist jedoch begrenzt, weil dies eine Kantonsstrasse ist.»

Finanzen im Auge behalten

Die finanzielle Lage von Forst-Längenbühl ist nach wie vor gut. Finanzverwalter Markus Jutzeler zeigte auf, dass die Gemeinde trotz eines Defizites von 149 390 Franken im Budget 2018 noch gut dasteht: «Das Eigenkapital beläuft sich noch auf 1,335 Millionen, und die Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Entsorgung zeigen derzeit keinen Handlungsbedarf», so Jutzeler.

Per Ende 2017 scheidet Martina Steiner aus familiären Gründen aus dem Gemeinderat aus. In stiller Wahl wurde Susanna Graber als ihre Nachfolgerin gewählt: «Es freut mich, dass wir Anfang 2018 vollzählig starten können», so Kurt Kindler. Steiner wurde für ihr grosses Engagement im Ressort Bildung geehrt. Graber übernimmt von ihr dieses Ressort.

In Forst-Längenbühl wird Basisdemokratie gelebt. Hier können Bürger andere Bürger für die Auszeichnung Dittligsee-Egli nominieren: «Es wird niemand ausgezeichnet, der nicht aus der Bevölkerung nominiert worden ist», so Vizegemeindepräsident Hans Peter Rytz. So kamen am Montag drei Männer zur Ehrung für besondere Leistungen. Es sind dies: Thomas Hadorn, Landwirt Breiten. Er liefert seit Jahren die Pausenmilch für die Schüler gratis. Beat Hänni für sein langjähriges Engagement zum Wohlergehen des Dittligsees. Und der «Bagger-Bänzu», Bendicht Hadorn, für seine Kenntnisse und die Unterstützung in Sachen Boden und Wasserleitungen.

Unerwartet geehrt wurden zudem Markus Steiner für seinen Einsatz für die Ortsplanung und den Dittligsee sowie der Wattenwiler Ingenieur Walter Wasem: «Walter hat sich während Jahrzehnten, oft uneigennützig, um unsere Wasser- und Abwasserleitungen gekümmert», so Gemeindepräsident Kurt Kindler. Wie vermutet wurde für das «Verschiedene» mehr Zeit aufgewendet als für das Of­fizielle: «Hier wird noch Heimat gelebt, und das ist schön», so der sichtlich gerührte Walter Wasem zu seinen Tischnachbarn.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 06.12.2017, 11:38 Uhr

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