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Gratulationen, Rückblicke und Spass

Der Skilift Aeschiallmend in Aeschiried feiert Jubiläum, dies obwohl er mehrmals totgesagt wurde. Schon bei der Inbetriebnahme war der Schneemangel ein Thema, wie Zeitgenossen erzählten.

Lorena versucht sich am ferngesteuerten Pistenbully.
Lorena versucht sich am ferngesteuerten Pistenbully.
Rösi Reichen

Beim dreitägigen Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen der Skilift Aeschiallmend AG bewiesen die Aeschiner und Krattiger, dass sie ausser arbeiten auch gemeinsam Feste feiern können. Beim Festakt im Zelt auf dem Schulhausplatz Aeschiried beschenkten die Gemeindepräsidentin Jolanda Luginbühl und Christian Kummer den Verwaltungsrat der Skilifte abwechslungsweise mit Notfalltropfen, Wurst, Kurvenöl, Sonnencreme, Red Bull und einem goldenen Liftbügel mit entsprechendem Kommentar.

Weitere Gratulanten kamen auf die Bühne, andere meldeten sich per Videobotschaft. Überraschungsgast Martin Sumi wohnt in Aeschi, kennt sich darum bestens aus und unterhielt das Publikum mit träfen Sprüchen, beispielsweise zur Gastronomie.

Er kehrt gerne im Rössli in Emdthal ein: «Es ist ganz einfach. Ihr müsst euch nur MDF für Mittwoch, Donnerstag, Freitag merken, da ist das Restaurant offen – ihr müsst nicht lachen. Wir haben da unten fast mehr offene Beizen als ihr oben im Dorf.» Weiter erzählte er, wie die Skiliftverantwortlichen im schattigen Heustrich Schnee für die Pisten holen wollten. «Die Leute überlegten und kamen zum Schluss: Den können wir euch wääger nicht geben, den braucht der Transpörtler De Marcchi zum Schnutze.»

Ein Skilift ohne Schnee

Der Bau der beiden Sektionen des Skilifts Aeschiallmend beweist, wie zäh und hartnäckig Bergler ein Ziel verfolgen und auch trotz Schwierigkeiten nicht aufgeben, obschon Pessimisten den Bügellift auf kritischer Höhe vom Hellboden auf 932 bis 1384 Meter über Meer auf den Spitz mehrfach totsagten.

«Von den fünf Prozent Dividende 1970 sind wir weit weg», sagte Willi Kummer, der 45 Jahre Präsident des Verwaltungsrats war. 1994 gab es einen Kapitalschnitt mit Neustart. Dämpfer erhielten die Initianten schon vor der Betriebsabnahme, die ohne Schnee unmöglich sei. Die Initianten setzten sich durch, spielten Liftmotor mit Manpower, hängten sich an die Bügel, «u Gring abe u seckle».

Immer Lösung gefunden

Hans Lengacher hat mit viel Herzblut am Karren gezogen. «Aber einen Skilift am Leben zu erhalten, ist ein grosser Kampf und Krampf», zieht er Bilanz. Bei allen Schwierigkeiten fanden sie eine Lösung bis heute. Auch wenn es halt eine artfremde Idee war, wie die Aktion «Vom Pistenplausch zum Badespass», derBetrieb des Skibeizli Anni und Hanni (mit weiteren Frondiensthelferinnen) oder ein Förder­verein.

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