Oberhofen

Meilenstein für Hallenbad-Ausbau in Oberhofen

OberhofenJetzt steht fest: Das Sportzentrum Wichterheer mit dem Hallenbad wird 2017 erneuert und erweitert. Der Regierungsstatthalter hat die Baubewilligung erteilt.

In die Jahre gekommen: Das Sporzentrum Wichterheer in Oberhofen erhält 2017 eine Verjüngungskur.

In die Jahre gekommen: Das Sporzentrum Wichterheer in Oberhofen erhält 2017 eine Verjüngungskur. Bild: Christoph Gerber

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Das Sportzentrum Wichterheer in Oberhofen hat vor vierzig Jahren – am 17. Juni 1977 – seine Pforten geöffnet. Seither haben gegen 6 Millionen Besucher die Anlagen genutzt. Nach einer Frischzellenkur in den Jahren 2002 und 2003 steht nun die Erneuerung der Gebäudesubstanz und der technischen Anlagen an.

Der Regierungsstatthalter hat kürzlich die Baubewilligung für das Projekt erteilt. Einsprachen gab es keine. «Wir sind sehr erfreut, dass das Verfahren so schlank durchgegangen ist», sagt Josef Zuppiger, Verwaltungsratspräsident der Sportzentrum Wichterheer AG. Eine grosse Überraschung sei es aber nicht. «Wir haben viel Zeit und Geld in die Vorabklärungen investiert sowie alle Parteien involviert.»

Konkret wird die Bausubstanz energetisch den heutigen Vorschriften angepasst. Zudem müssen die elektrischen Installationen sowie Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen rundum erneuert werden, soweit dies nicht schon in der ersten Teilerneuerung geschehen ist. Auch die Wärmepumpen, welche mit Seewasser einen Grossteil des Energiebedarfs der Anlage decken, sind in die Jahre gekommen und werden ersetzt.

Neue Attraktionen

Der heutige Fitnessraum ist ausgelastet und genügt den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Deshalb wird über und neben dem bestehenden Nichtschwimmerbecken eine neue Fitnesshalle erstellt. «Sie wird wesentlich grösser sein und mit der Aussicht auf Park, See und Berge ein einmaliges Ambiente vermitteln», steht in einer Medienmitteilung der Sportzentrum Wichterheer AG.

Die Investitionskosten würden von der Migros Aare über den Mietzins abgegolten. Unter der Fitnesshalle ist eine neue Innenrutschbahn mit einer Länge von gut 50 Metern geplant. Diese kann ganzjährig genutzt werden und ergänzt die bestehende Aussenrutschbahn. Weiter entsteht dort ein Badeplausch für Kleinkinder. «Damit stärkt das Hallenbad Oberhofen seine Position als Familienbad», steht in einer Mitteilung weiter.

Die Gesamtkosten sind auf 9,5 Millionen Franken veranschlagt. Davon übernimmt die Genossenschaft Migros Aare 1,5 Millionen für Mieterausbauten. Die Migros wird das Sportzentrum unter dem Namen Fitnesspark Hallenbad Oberhofen mindestens während der nächsten fünfzehn Jahre auf eigene Rechnung und ohne Defizitgarantie der Gemeinden weiterbetreiben.

Mit 4 Millionen beteiligen sich die Trägergemeinden Heiligenschwendi, Hilterfingen, Oberhofen und Sigriswil am Bauprojekt. 1,5 Millionen Franken sind vom Kanton in Form von zinslosen Darlehen und Investitionsbeiträgen in Aussicht gestellt. Der Rest wird über einen Hypothekarkredit finanziert.

Sportliches Bauprogramm

An dessen Finanzierung und Amortisation steuert die Stadt Thun einen jährlichen Betrag von 59'000 Franken bei. Dieser Beitrag ist vorläufig auf fünf Jahre befristet. Besucher, welche nicht aus den genannten Gemeinden stammen, tragen ihren Teil an der Finanzierung über höhere Eintrittspreise nach der Wiedereröffnung bei.

Nach Erhalt der Baubewilligung soll es rasch losgehen: Die Vorarbeiten beginnen in gut einem Monat – ohne Beeinträchtigung des Betriebs. Ende März wird das Sportzentrum Wichterheer mit Ausnahme von Fitness, Bistro und voraussichtlich Kidz-Club geschlossen und die eigentlichen Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten starten dann mit Vollgas.

Ab Juli bis zur geplanten Wiedereröffnung Ende Oktober/Anfang November ist die ganze Anlage einschliesslich Minigolf geschlossen. «Das Bauprogramm ist sehr sportlich, aus Sicht der beteiligten Planer aber machbar», sagt Josef Zuppiger. Ein Grossteil der Arbeiten sei bereits vergeben. «Wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2017, 12:58 Uhr

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