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Grünes Licht für einen Club im Beo-Center

Ammann Globalbau verfügt nun über eine rechtskräftige Bewilligung: Das Hilterfinger Unternehmen kann im dritten Obergeschoss des Beo-Centers ein Tanzlokal realisieren. Wann eröffnet der Club Move?

Jürg Spielmann
Move: Im Parking wird das Angebot bereits beworben.
Move: Im Parking wird das Angebot bereits beworben.
Jürg Spielmann

«Move – Bar Lounge Club»: So ist es auf einem schwarzen Logo in silbergrauer Schrift zu lesen. Sowohl auf der Beo-Center-Website als auch an einer Wand im Parkhaus des Einkaufszentrums. Der Name ist Programm: Es bewegt («move») sich etwas im mittlerweile gut siebenjährigen Bau an der Autobahn in Spiezwiler. Bewegen soll sich hinter der futuristisch verglasten Fassade künftig auch ein neues Gästesegment. Zu den Shoppern sollen sich die Tänzer gesellen.

Wie diese Zeitung bereits vor einem knappen Jahr berichtete, plant die Ammann Globalbau AG im dritten Obergeschoss des Beo-Centers einen Club mit Tanzfläche, Bar, Fumoir und Lounge. Dagegen wehrten sich Anwohner mit Einsprachen. Aus im Wortsinn naheliegenden Gründen: Ihre Häuser sind teils kaum 20 Meter Luftlinie vom Move-Standort entfernt. Die beantragte tägliche – oder eigentlich nächtliche – generelle Überzeit bis 2 Uhr (Montag bis Donnerstag) respektive 5 Uhr früh (Freitag und Samstag) hatte die Nachbarn auf den Plan gerufen.

Wie auch die befürch­tete damit einhergehende Lärm- und Lichtbelastung. Eine Sammeleinsprache mit 15 Unterzeichnenden stammte von direkten Anstössern aus dem Spiezwiler – von der Simmentalstrasse, vom Sonnenrain. Eine später zurückgezogene Einsprache führte zudem eine Privatperson aus dem Neumattequartier. «Es wäre ein Affront, würde ein Tanzlokal auf dem Niveau der Wohnhäuser ohne weitere Auflagen bewilligt», liess sich Markus Brönnimann als Einsprachevertreter der Anwohner vergangenen März zi­tieren.

Im Quartier: Im obersten Beo-Center-Geschoss, nahe den Häusern, kann ein Club betrieben werden – mit Auflagen. Foto: Jürg Spielmann
Im Quartier: Im obersten Beo-Center-Geschoss, nahe den Häusern, kann ein Club betrieben werden – mit Auflagen. Foto: Jürg Spielmann

Fragen bleiben offen

Nach umfangreichen Abklärungen – eingefordertem Fachbericht zum Lärm, Immissionsuntersuchungen, schalltechnischem Lärmgutachten und angepassten Baugesuchsplänen – hat die Bauherrschaft Globalbau Ende Jahr vom Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental die Baubewilligung erhalten. Nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist ist sie seit wenigen Tagen rechtskräftig.

Wann aber wird im Spiezwiler getanzt werden können? Diese Frage, wie auch jene zum künftigen Betreiber, zur Ausrichtung und zum Publikum des Lokals sowie zu den verschiedenen Auflagen im Gesamtbauentscheid bleiben un­beantwortet. Trotz mehrmaliger Anfrage war von der Ammann Globalbau AG keine Stellungnahme zu erhalten.

Anwohner Brönnimann resümiert zum Verfahren: «Wir sind zufrieden. Sämtliche Punkte, die wir gefordert hatten, sind in die Baubewilligung eingeflossen. Mit diesem Bauentscheid können wir in eine Zukunft ohne störende Geräusche oder Beleuchtungsanlagen blicken.»

Konkrete Auflagen sind, dass in den Räumen Zwischenwände gebaut werden müssen, damit für die Anwohner keine Lärmimmissionen entstehen. Die Wände verhindern ausserdem, dass Lichtquellen die Nachbarn belasten. Ferner ist dem Gesamtbauentscheid, der dieser Zeitung vorliegt, zu entnehmen, dass die Fachstelle Lärmakustik der Kantonspolizei vor der Eröffnung eine abschliessende Immissionskontrolle vornehmen wird.

Zentral für die Anstösser ist ferner die Auflage zum ruhenden Verkehr: Ein Sicherheitsdienst wird nach der Schliessstunde von Coop Pronto und McDonald’s dafür zu sorgen haben, dass die Move-Besucher ihre Karossen ausschliesslich in der Einstell­halle des Beo-Centers parken.

Bis 3.30 statt 5 Uhr früh

Mit ihrer beantragten generellen Überzeit bis 2 und 5 Uhr setzte die Globalbau AG die Latte (zu) hoch an: Während der Betrieb montags bis donnerstags bis 2 Uhr bewilligt wurde, darf der Club freitags und samstags bis 3.30 Uhr offen sein. So wollte es die Gemeinde Spiez, welcher das Statthalteramt in diesem Punkt gefolgt ist. Am Sonntag kann das Lokal, nach bernischem Gastgewerbegesetz, bis 0.30 Uhr geöffnet sein.

Die Einsprache der Anwohner, deren beanstandete Punkte mit den Auflagen erfüllt sind, wurde formal abgewiesen. Die Nachbarn sichern sich mittels Rechtsverwahrung ab, dass während des Clubbetriebs die quartierseitigen Notausgänge weder als Ein- und Ausgänge noch als Fumoir missbraucht werden.

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