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Gruppe lanciert Idee für ein Geburtshaus in Zweisimmen

Auf den 1. April wurde die Geburtenabteilung des Spitals Zweisimmen geschlossen. Nun lancierte eine Gruppe aus Hebammen und Ärzten die Idee eines Geburtshauses.

Seit die Geburtenabteilung in Zweisimmen geschlossen ist, müssen Frauen zur Entbindung ins Spital Thun.
Seit die Geburtenabteilung in Zweisimmen geschlossen ist, müssen Frauen zur Entbindung ins Spital Thun.

Nach der Schliessung der Geburtenabteilung am Spital Zweisimmen hat eine Gruppe aus Hebammen, Ärzten und weiteren Interessierten die Idee eines Geburtshauses lanciert. Vorzugsweise soll dieses am Spital in Zweisimmen oder in dessen Nähe entstehen.

Die Projektgruppe hat mit der Spital Simmental-Thun-Saanenland AG Gespräche aufgenommen. Ein Entscheid des Spitals stehe noch aus, schreibt die Gruppe in einer Mitteilung vom Freitag.

Die Schliessung der Geburtenabteilung am Spital Zweisimmen im April 2015 sorgte in der Region für harsche Kritik. Frauen aus dem Simmental und dem Saanenland müssen für Geburten nun nach Thun ins Spital.

Der Weg von über einer Stunde sei bei einer Geburt zu lang. Die Sicherheit von Mutter und Kind sei trotz aller Bemühungen zu wenig gewährleistet, kritisiert die Gruppe. Ihr schwebt ein Geburtshaus, genannt «Maternité Alpine», vor, das eine geburtshilfliche Grundversorgung rund um die Uhr im ambulanten und stationären Bereich anbietet.

Eingemietet im Spital oder in dessen Nähe

Geburten bei Frauen mit kleinem oder leicht erhöhtem Risiko für Komplikationen werden fachlich und organisatorisch von Hebammen betreut. Bei Frauen mit einem höheren Risiko liegt die fachliche Betreuung in der Verantwortung von zwei Fachärztinnen, die eng mit den Hebammen zusammenarbeiten.

Die neu gegründete Geburtshausgenossenschaft verfolgt mehrere Projektvarianten. Das Geburtshaus befindet sich entweder eingemietet in Räumlichkeiten des Spitals Zweisimmen oder in einer geeigneten Liegenschaft in dessen Nähe. Möglich wäre auch ein Geburtshaus in der Region, ohne Zusammenarbeit mit dem Spital. In diesem Fall müsste ein privater Investor die notwendige Infrastruktur bauen. Die Gemeinderäte in der Region Simmental und Saanenland wurden bereits im Juni über das Projekt informiert.

SDA/tag

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