Thun

IGT will sich anpassen

ThunAuch die IGT spürt den raueren Wirtschaftswind. «Wir sind bisher mit einem blauen Auge davongekommen», stellte IGT-Präsident Patrick Aeschbacher an der GV fest. Der Detailhandel müsse sich dem Wandel anzupassen.

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«Es war ein anspruchsvolles Jahr, und es warten grosse Herausforderungen», hielt IGT-Präsident Patrick Aeschbacher an der Generalversammlung (GV) im Freienhof Rück- und Ausblick. Starker Franken, Einkauf im Internet und rückläufige Tourismuszahlen seien auch in Thun spürbar. «Bisher sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen», relativierte Aeschbacher.

Geschäfte und IGT müssten sich dem Wandel im Detailhandel mit Innovation und flexibler Anpassung stellen. So hat sie etwa ihren Internetauftritt verbessert. Über diesen können neu die IGT-Gutscheine geordert werden. Neu ist die IGT auch auf Facebook vertreten und hat bereits «viele Freunde».

Das Parkhaus Schlossberg komme zur «richtigen Zeit», ist der Präsident überzeugt. Davon erwartet die IGT eine Belebung der Alt- und Innenstadt. Den Wermutstropfen, Aufhebung von Parkplätzen, solle man als Chance für eine attraktive Aussenraumgestaltung sehen. Weniger zuversichtlich beurteilt die IGT die Städteinitiative (wir berichteten). «In dieser Form können wir nicht dahinterstehen – sie könnte kontraproduktiv sein», hielt der Vorsitzende fest.

Beleuchtung überprüfen

Die Kundenfrequenzen an den Sonntagsverkäufen sind rückläufig. Die IGT will Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung prüfen. Kaum mitmachen würde sie wieder an wegen Feiertagen geänderten Daten von Abendverkauf im Dezember. Die seien zu wenig genutzt worden. Überprüfen will die IGT auch die Weihnachtsbeleuchtung. Vor allem die gelben Sterne in der Hauptgasse haben ihre Lebensdauer erreicht. Die GV verdankte den 35-jährigen Einsatz von Manfred Schoder für deren Montage und Demontage. Für eine neue Beleuchtung soll in der Bevölkerung allenfalls ein Wettbewerb durchgeführt werden.

Die IGT zählt 291 Mitglieder. Erstmals in ihrer 36-jährigen ­Geschichte stiegen deren Beiträge auf über 200'000 Franken. Im Gegensatz dazu sank der Gutscheinumsatz unter 2 Millionen Franken (rund 1,9 Millionen). «Sie wurden aber zu gut 99 Prozent eingelöst», freute sich Aeschbacher. Die GV ehrte traditionell die sieben besten Gutschein-Verkaufsgeschäfte (Loeb, Coop, Manor, Krebser, Thalia, Schaufelberger, Steinmann).

Die Rechnung schloss wegen höherer Marketingausgaben mit einem Verlust von 3831 Franken. Der ist bei einem Eigenkapital von 120 661 Franken und einem Umlaufvermögen von 2,72 Millionen Franken verkraftbar.

Vorteile bewusst machen

«Thun hat viel zu bieten», versicherte die neue Leiterin Stadtmarketing und Kommunikation Barbara Franzen. Sie will mit ihrem jungen, hoch motivierten Team dafür sorgen, dass das einer breiten Öffentlichkeit auch bewusst wird. Die IGT mit ihren vielfältigen Geschäften, Arbeitsplätzen und Lehrstellen betrachtet sie als «starken Partner». Ines Attinger (Projektleiterin Tourismus und Innenstadt) will die ­Attraktivität der Stadt unter anderem mit verschiedenen Besucheranlässen fördern. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 27.04.2016, 08:23 Uhr

IGT-Präsident Patrick Aeschbacher. (Bild: Benjamin Fritz)

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