Im Zelt wächst eine Burg

«Ronja die Räubertochter» wird bald auf dem Mühleplatz wirken. Für das Stück wächst derzeit eine Burg unter dem Zirkuszeltkuppel auf dem Mühleplatz.

Sie bauen unter dem Zeltdach eine Burg für den Winterzauber (v.l.): Andreas Stettler, Albert Schaufelberger, Hanspeter Fuhrer und Mitja Staub.

Sie bauen unter dem Zeltdach eine Burg für den Winterzauber (v.l.): Andreas Stettler, Albert Schaufelberger, Hanspeter Fuhrer und Mitja Staub.

(Bild: Stefan Kammermann)

Andreas Stettler und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Holzbrett um Holzbrett wird auf die richtige Länge zugeschnitten, da und dort fliegen ein paar Holzspäne durch die Luft, und mit dem Akkuwerkzeug wird Schraube um Schraube eingedreht. Ein Blick vor Ort zeigt: Auf dem Mühleplatz in Thun wächst derzeit eine Burg im Zirkuszelt.

«Wir verbauen rund 100 SBB-Paletten und mehr als sechs Kubikmeter Holz», sagt Andreas Stettler. Der gelernte Zimmermann ist mit einem sechsköpfigen Team daran, das Bühnenbild aufzubauen für das Stück «Ronja die Räubertochter», welches der Verein Winterzauber Thun ab Mitte Dezember in der Innenstadt zu Aufführung bringen wird.

Andreas Stettler ist in Thun kein Unbekannter. Seit Jahren kreiert er Bühnenbilder für verschiedene Theatervereine, seien es Indoor- oder Freilichtproduktionen. So unter anderem für die Steffisburger Spil-Lüt, für die Schlossspiele Thun oder die Mundartbühne Uetendorf. Zudem ist er Mitbegründer der Gruppe Rönee, die für Improvisationstheater bekannt ist. Improvisieren muss er beim Kreieren des Bühnenbildes da und dort auch mal. Doch das meiste ist klar und mit Regisseur Mitja Staub abgesprochen.

Staub ist in der Region ebenfalls kein Unbekannter, hat er doch in diesem Sommer im Osten von Thun mit seinem dritten Freilichttheaterprojekt «Wie im Himmel» Erfolge gefeiert. «Die Burg als Bühnenbild birgt Überraschungen», sagt der Regisseur. Was genau, will er nicht preisgeben. «Dies bleibt den Winterzauber-Zuschauern vorbehalten», meint er und schmunzelt.

Für Familien mit Kindern und Schulklassen

Wirklich los geht es für das Publikum am 15. Dezember mit der Premiere, gefolgt von 23 Vorstellungen. Die Premiere und die Vorstellung am darauffolgenden Sonntag sind bereits ausverkauft. Das Stück «Ronja die Räubertochter» nach Astrid Lindgren wird von einem 38-köpfigen Ensemble aufgeführt und richtet sich an Familien mit Kindern und Schulklassen.

Im Stück geht es um die Mattisburg, die in einer Gewitternacht in zwei Teile zerbricht. Dabei wird Ronja geboren, die Tochter des Räuberhauptmanns. Sie wächst in einem Wald auf, wo es von seltsamen Gestalten nur so wimmelt. Als Ronja schliesslich Birk kennen lernt, nimmt die Geschichte ihre eigene Wende und bietet dem Räuberhauptmann einiges Kopfzerbrechen.

Berner Zeitung

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