In der Rolle des Ermittlers

Thun

Selber in die Rolle eines Ermittlers zu schlüpfen, um einen Mordfall aufzuklären und den Mörder hinter Gitter zu bringen: Das ist ein Traum vieler. Das interaktive Krimispiel «Mord am Thunersee» ermöglicht genau das.

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Ein toter Frauenkörper treibt im seichten Wasser vor dem Bonstettenpark in Thun. Als zwei Jogger den grausigen Fund machen, liegt die Leiche der älteren Frau bereits mehrere Tage im Wasser.

Bei der anschliessenden gerichtsmedizinischen Untersuchung wird die Todesursache klar: Die Leiche weist drei Einschussstellen am Kopf und im Schulterbereich auf. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, noch weiss niemand, wer für den Tod der Rentnerin verantwortlich ist.

Interaktive Suche

Wer Hannelore Burgunder erschossen hat, wird in diesem Fall aber nicht wie üblich von der Polizei ermittelt, sondern von Krimibegeisterten, die sich auf die Suche nach dem mutmasslichen Täter begeben. Das von ­David Baumgartner (siehe Kasten «Zum Entwickler») entwickelte interaktive Krimispiel «Mord am Thunersee» führt die Ermittler zu insgesamt zehn Stationen, die rund um den See verteilt sind. Mithilfe eines Smartphones wird man Schritt für Schritt durch den Fall geführt, etwas anderes braucht man nicht. Auch kein Geld, das Spiel ist völlig kostenlos.

Jeder Schauplatz enthält wichtige Informationen zum Mordfall, die jeweils mit einem Passwort freigeschaltet werden. Diese Passwörter findet man relativ einfach, zum Beispiel kann das die Nummer einer Strassenlampe am Bahnhof in Thun sein. Auf diesem Weg können die anfangs noch fünf Verdächtigen nach und nach reduziert werden, und der Täter kann gefunden werden.

Fragen über Fragen

Doch so simpel ist die Suche nicht. Auf der Jagd nach dem Täter wird man immer wieder vor Herausforderungen gestellt und auf falsche Fährten gelockt. Anfangs schien der Fall klar: Der eifersüchtige Ex-Mann der alten Dame hatte sie aus Rache umgebracht.

Doch der Ex-Mann ist längst nicht der einzige Verdächtige, der ein Motiv hat. Da gibt es beispielsweise noch die hoch verschuldete junge Putzfrau des Opfers oder Hannelore Burgunders Treuhänder, der nicht nur ehrliche Geschäfte macht. Bei der fünften Station in Därligen ist man noch nicht viel weiter als am Anfang: Es können alle gewesen sein.

Während der Fahrten zu den Stationen geht es darum, die Hinweise richtig zu kombinieren. Ist Hannelore Burgunder an dem Nachmittag mit dem Schiff gefahren, oder machte sie einen Spaziergang? Konnte ihr Sohn zur ungefähren Tatzeit überhaupt am Tatort gewesen sein, oder ist er unschuldig? Und stimmt diese ermittelte Tatzeit überhaupt? Mit der Zeit lichtet sich der Nebel. Nach etwa 3,5 Stunden kann der Täter dingfest gemacht werden.

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