In diesem Jahr gibt es kein Gwattfest

Thun

Der Gwatt-Schoren-Buchholz-Leist führt dieses Jahr kein Gwattfest durch. Das Defizit war zu gross, was sich auch bei der Jahresrechnung 2016 zeigte.

Heuer gibts kein Gwattfest, dafür ein kleineres Sommerfest sowie die 1.-August-Feier.

Heuer gibts kein Gwattfest, dafür ein kleineres Sommerfest sowie die 1.-August-Feier.

(Bild: Christoph Gerber)

Dieses Jahr wird es kein Gwattfest geben. Zu gross sei das De­fizit, sagte Präsident Stefan Wiedmer an der Hauptversammlung des Gwatt-Schoren-Buchholz-Leists im Pfadiheim Enzenbühl. Das aufwendig organisierte Fest erbrachte einen Verlust von rund 1500 Franken. «Eine Defizitgarantie der Stadt wäre möglich, doch der Leist ist überzeugt, dass das Gwattfest selbsttragend stattfinden kann», erklärte der Präsident. Man wolle das Jahr nutzen, um die Probleme zu orten und Synergien zu finden. Ein kleineres Sommerfest wird es aber geben, ebenso die 1.-August-Feier.

Gewerbe macht mit

Das Gwattfest hinterliess Spuren in der Jahresrechnung. Diese schliesst mit rund 2000 Franken im Minus ab. Der Leist hat um die 52'800 Franken Eigenkapital. Die Mitgliederzahl steigt. Aktuell sind es rund 260 Mitglieder, darunter auch Firmen. «Der Austausch mit dem Gewerbe ist für das gewerbereiche Quartier sehr wichtig», so der Präsident. Daher wurde ein Gewerbeapéro organisiert, an dem der Leist dreizehn neue Mitglieder gewinnen konnte.

Auch dieses Jahr soll ein Apéro durchgeführt werden. Der Geschäftsführer der Gafner AG, Urs Gafner, wurde neu als Bei­sitzer in den Vorstand gewählt. Er soll gewerbliche Interessen einbringen. Der Vorstand wurde wiedergewählt. Stadträtin Heidi Anderes zieht aus dem Leistgebiet weg und tritt aus. Der bisherige Revisor Rolf Wasem wurde wieder- und Peter Lohri als Ersatz für Matthias Flück neu gewählt.

Der Leist wurde in die Projekte Wirtschaftspark Industriegebiet Schoren, Areal Ost Wirtschaftspark Schoren, neues Krematorium Schoren sowie in die Arealentwicklung Hoffmann Neopac einbezogen. Im Rahmen des viel diskutierten Masterplans Bonstettenpark stimmt der Leist einem Standortwechsel des Spielplatzes zu. Der Platz für die Kinder werde nicht kleiner, und Toiletten würden dann endlich zur Verfügung stehen, erklärte Stefan Wiedmer die Stellungnahme des Leists. Der Antrag, 1000 Franken an die Stiftung Pluspunkt zu zahlen, um dadurch Aktionär für Personen mit Herausforderungen zu werden, wurde von den rund fünfzig anwesenden Mitgliedern abgelehnt.

Für mehr Verkehrssicherheit

Der ehemalige Schulleiter Peter Lohri forderte, dass bei der Einmündung Strättligenstrasse/­Gwattstrasse auf Höhe des Gasthofs Lamm ein Kreisel gebaut werde. Aufgrund des Gefahrenpotenzials wird sich der Leist an die Behörden wenden. Auch an der Strättligen­strasse beim Lidl wird laut Stefan Wiedmer ein Kreisel angestrebt. Damit soll eine sichere Ausfahrt möglich werden.

Auf den Parkplätzen beim Bahnhof Gwatt könne nun nur noch mit einer Parkkarte parkiert werden, informierte Wiedmer über die Umsetzung eines Antrags. Der Antrag an die Stadt für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h auf der Hofacker­strasse sei in Prüfung. Ausserdem will sich der Leist für einen Verbindungsweg vom Wirtschaftspark Schoren zur Unterführung Zwetschgenweg einsetzen.

Thuner Tagblatt

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