In kleinen Schritten zum Uferweg

Hilterfingen

Der Uferweg Seegarten in Hünibach wird realisiert. Die Frage ist nur, wann. Beim Gemeinderat haben aktuell andere Projekte Priorität.

Der Bereich Seegarten: Der Uferweg sollte dereinst die Ländte Hünibach mit dem Bootshafen Eichbühl verbinden. Christoph Gerber/<a href="http://www.luftbild-drohne-thun.ch" target="_blank">www.luftbild-drohne-thun.ch</a>

Der Bereich Seegarten: Der Uferweg sollte dereinst die Ländte Hünibach mit dem Bootshafen Eichbühl verbinden. Christoph Gerber/www.luftbild-drohne-thun.ch

«Der Uferweg ist bei uns nicht vergessen gegangen», sagt Hilterfingens Gemeindepräsident Gerhard Beindorff (FDP). «Wir wollen das Geschäft nicht verschleppen.» Aktuell stünden aber ungemein viele wichtige ­Geschäfte vor der Realisierung. «Sie binden unsere Ressourcen.» Beindorff nennt Beispiele: die Erweiterung des Gewerbezentrums oder den Bau des Kreisels auf der Chartreuse-Kreuzung. «Zudem nimmt uns die Schulraumplanung in Beschlag.» Insbesondere geht es darum, das in die Jahre gekommene Schulhaus Friedbühl in Oberhofen in die Neuzeit zu überführen.

«Für uns ist wichtiger, dass unsere Schüler in einem zeitgemässen Schulhaus unterrichtet werden, als der Bau eines Uferwegs», sagt Beindorff. Nichtsdestotrotz hat der Gemeinderat kürzlich einen weiteren Schritt in Sachen Uferweg Seegarten unternommen. Die Uferschutzplanung, welche grundsätzlich in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Kasten), musste in einigen Details noch angepasst werden. «Es ging darum, die Uferschutzplanung in Einklang mit dem Baugesetz zu bringen», sagt Beindorff. Dies sei eine reine Formalität. Gegen das Vorhaben gingen denn auch keine Einsprachen ein.

Gespräche bereits geführt

«Der Gemeinderat wird sich dem Bau des Uferwegs zur gegebenen Zeit annehmen», verspricht Beindorff. Erste informelle Gespräche mit einigen Grundeigentümern hätten bereits vor zwei Jahren stattgefunden. Die Gemeinde muss sich mit allen Grundeigentümern über einen Landkauf ei­nigen. Danach hat die Gemeindeversammlung den Kredit für den Bau zu genehmigen.

Der Kanton, welcher die Uferschutzplanung in den letzten Jahren vorangetrieben hatte, geht von Kosten von 758 000 Franken ohne Entschädigungen für die Landbesitzer aus. Mit Entschädigungen steht eine Zahl von 1 080 000 Franken im Raum, die laut Beindorff «wohl bei weitem» nicht ausreichen werde. Rund 60 Prozent der Kosten kämen voraussichtlich aus dem Spezialfonds für die Gestaltung der Uferzonen nach See- und Flussufergesetz. Den Rest hätte die Gemeinde zu stemmen.

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