«In Thun gibt es das Ferienfeeling gratis dazu»

Wir fühlen den Gemeinderatskandidierenden auf den Zahn. Heute Nicola Grossenbacher (FDP).

Nicola Grossenbacher (FDP) ist der zweitjüngste Kandidat.

Nicola Grossenbacher (FDP) ist der zweitjüngste Kandidat.

(Bild: PD)

Sie sind mit 27 Jahren der zweitjüngste Kandidierende – wie würden Sie die fehlende Erfahrung im Gemeinderat wettmachen?
Mit Empathie für andere Ansichten und der Bereitschaft, Probleme pragmatisch und lösungsorientiert anzugehen sowie grossem jugendlichen Elan, unkonventionellen Wegen und der Demut, in der Stadt Thun Neues zu lernen und gemeinsam weiterzukommen, mache ich die fehlende Erfahrung wett.

Was bedeutet Thun für Sie?
Thun bedeutet für mich Heimat. Durch die wunderschöne Lage, in der Thun liegt, und die Einstellung der Menschen gibt es in Thun das Ferienfeeling gratis dazu.

Wo hapert es in Thun?
Ein starker Wirtschaftsstandort Thun und attraktive Wohngelegenheiten sichern Steuersubstrat und ermöglichen die Finanzierung von sozialen Anliegen. Bei der Gestaltung des Wirtschaftsstandortes müssen wir Antworten zu den Megatrends unserer Zeit finden. Hier spielen zahlreiche andere Bereiche wie etwa die Verkehrsplanung, das Standortmarketing, die Steuersätze eine grosse Rolle.

Was lieben Sie an Thun?
An Thun liebe ich die Mischung. Alle Annehmlichkeiten einer Stadt sind vorhanden. Gleichzeitig bietet Thun auch extrem viele wunderbare und natürliche Orte mit See und Bergen.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Gemeinderat setzen?
Durch den Platzmangel sind unkonventionelle Ideen gefragt. Ich fordere einen Hub und Steuererleichterungen für die Start-up-Szene in den zukunftsversprechenden Bereichen. Zudem möchte ich einen Einbezug der Thuner Bevölkerung, hierzu könnte man eine Art Bürgerlabor einberufen. Niemand kennt die Anliegen und Bedürfnisse besser als die Betroffenen selbst. Gleichzeitig müssen die Rahmenbedingungen für bestehende Betriebe weiter verbessert werden.

Wenn Sie die Stadt als Wohnort verlassen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen?
Ich würde mich wahrscheinlich für New York oder Kapstadt entscheiden. New York, weil es für mich eine Stadt voller Magie ist, und Kapstadt, weil mich die wunderbare Landschaft und Stimmung sehr berührt.

Die politische Ausrichtung von FDP-Kandidat Nicola Grossenbacher. Quelle: smartvote

Mit welcher Person möchten Sie gerne einmal ein paar Runden auf dem Thuner Riesenrad drehen – und warum?
Winston Churchill. An ihm bewundere ich seine Gabe, den Menschen selbst in der dunkelsten Zeit Mut zuzusprechen und mit Optimismus voranzugehen, sowie seinen scharfen Verstand und den Instinkt, das Richtige zu tun.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Durch meine Tätigkeit als Flugbegleiter während dreier Jahre konnte ich die Faszination für die Fliegerei hautnah erleben. Noch heute freue ich mich wie ein kleines Kind auf jeden Flug und verfolge die Aviatik sehr genau.

Wenn Sie mit einer Zeitmaschine in die Thuner Vergangenheit reisen könnten – welche Epoche würden Sie wählen?
Ich würde die Epoche vom 15. bis 18. Jahrhundert wählen, weil zu jener Zeit der wirtschaftliche Aufschwung vonstattenging. Es interessiert mich, wie die Anfänge der Industrie in Thun sich äusserten und bewältigt wurden.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Thun?
Der Schadaupark. Ich liebe die alten Bäume und die sattgrüne Wiese in diesem Park. Von hier kann der Blick in die Ferne schweifen über die schönste Bergkette der Welt. (gbs/mik)

Im Hinblick auf die Thuner Wahlen vom 25. November stellen wir allen Gemeinderatskandidierenden – ausser de

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