Interesse an Strom vom eigenen Dach

Thun

Die Stadt Thun und Energie Zukunft Schweiz luden ein – und über 100 Personen kamen, um sich über Solarstrom vom eigenen Dach informieren zu lassen.

Zum Auftakt der Veranstaltung wurden Technologien für den Solarstrom-Eigenverbrauch präsentiert.

Zum Auftakt der Veranstaltung wurden Technologien für den Solarstrom-Eigenverbrauch präsentiert.

(Bild: Urs Jaudas)

«Das Klima und die erneuerbaren Energien sind derzeit in aller Munde», betonte die Thuner Gemeinderätin Andrea de Meuron, Vorsteherin der Direktion Finanzen, Ressourcen, Umwelt, bei der Begrüssung zum Informationsanlass über Sonnenenergie vom eigenen Dach. Dieses Thema lockte am kühlen Novemberabend vom Mittwoch tatsächlich über 100 Personen in die Aula des Gotthelf-Schulhauses. Eröffnet wurde die von der Stadt zusammen mit Energie Zukunft Schweiz (EZS) organisierte Veranstaltung mit einer Tischmesse, wo Technologien für den Solarstrom-Eigenverbrauch präsentiert wurden.

Anliegen der Besucher

Dazu hatten Besucher ganz konkrete Anliegen. Hans-Ulrich Gugger aus Uetendorf war auf der Suche nach einer Steuerung, um seinen Boiler zur Warmwasseraufbereitung elektrisch mit Solarstrom aufheizen zu können. An einem Stand erhielt der pensionierte Sanitärinstallateur denn auch den Tipp, wo er einen solchen beziehen kann. Jürg Zwahlen aus Thun hat den Boiler schon an eine Wärmepumpe angeschlossen und schaute sich an der Messe nun um, wie er auch Strom vom Dach seines nach Süden ausgerichteten Hauses holen kann.

Peter Cherpillod im Gwatt trägt sich ebenfalls mit diesem Gedanken, zudem steht der Ersatz der Ölheizung in seiner Liegenschaft an. Anton Flückiger aus Wattenwil produziert bereits Solarstrom. Er möchte diesen selber nutzen, statt ihn «fast gratis» ins Netz abzugeben, wie er sagte. Theo Hürlimann aus Steffisburg hob optische Ansprüche hervor, die er an ein Solarsystem stellt, das er beim Umbau auf dem Vordach seines Hauses installieren möchte.

Potenzial ist vorhanden

Im Weiteren standen diverse Referate auf dem Programm, durch das Andreas Fröhlich von EZS auf unterhaltsame Weise führte. Er unterstrich, dass in der Region Thun sehr wohl ein gutes Solarpotenzial vorhanden sei. Andreas Merz von der Energie Thun AG informierte, wie sich dieses für den Eigenverbrauch durch Verbünde von Privaten oder Vertragslösungen für Firmen optimal nutzen lasse.

Vorgestellt wurden zudem Speichersystem und die Regionale Energieberatung als öffentliche Erstanlaufstelle bei Fragen. Solche wurden vom Publikum zu Förderbeiträgen und der Besteuerung energiesparender Investitionen gestellt. Andrea de Meuron hob hervor, dass die Nachhaltigkeit für den Gemeinderat eine Maxime sei. Auf die Frage, wie sich das Verkehrsregime in der Innenstadt mit dem Label Thun als Energiestadt vertrage, sagte de Meuron, dass dieses mit der Nordumfahrung beschlossen worden sei und eine Verkehrsentlastung in der Innenstadt gebracht habe.

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