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Ist das 25. auch gleich das letzte TKV-Kunstblatt?

Am diesjährigen Ausschiesset gibt der Thuner Kadetten-Verein sein 25. Kunstblatt heraus. Es könnte gleichzeitig der Abschluss einer Ära sein.

Das Kunstblatt 1990 von Knud Jacobsen.
Das Kunstblatt 1990 von Knud Jacobsen.
Patric Spahni
Das Kunstblatt 2010 von Patric Spahni.
Das Kunstblatt 2010 von Patric Spahni.
zvg
Das Kunstblatt 2015 von Stefan Haenni.
Das Kunstblatt 2015 von Stefan Haenni.
zvg
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«Wir wollten die Vereinsversammlungen beleben und gleichzeitig Geld für die Kadetten beschaffen», erinnert sich Ruedi Meyer, Gründer des Thuner Kadetten-Vereins (TKV), an die Anfänge des Kunstblatts zurück. Im Jahr 1990 wars, als sich der Thuner Kieferorthopäde, der selber künstlerisch tätig ist, mit dem Künstler Knud Jacobsen traf und diesem das erste TKV-Kunstblatt in Auftrag gab.

Und die Kunstblattidee kam bei den Mitgliedern gut an: «Die Leute reservierten die Bilder weit im Voraus und wünschten sich jeweils auch in den Folgejahren die gleiche Nummer der jeweils hundert Exemplare.»

Insgesamt zwölf Kunstblätter hat Ruedi Meyer schliesslich für den TKV initiiert, unter anderem mit Künstlern wie Willy Grüness, Marianne Ellenberger, Hans Ueli Wenger, Willy Waber oder Hans Ruedi Thomi.

Und sein letztes Bild im Jahr 2002 realisierte Ruedi Meyer gleich selbst. Ein äusserst erfolgreiches Blatt übrigens, das neben den Bildern von Knud Jacobsen, Marcel Kunz, Reto Kernen und Lisa Roggli heute als vergriffen gilt.

Bernhard Bischoff übernahm

Vier weitere Kunstblätter betreute schliesslich der Thuner Galerist Bernhard Bischoff, welcher heute als Partner in der renommierten Galerie Kornfeld in Bern tätig ist: «Wir hatten immer eine treue Kundschaft», erinnert sich der 44-Jährige zurück. Allerdings sei es schwierig gewesen, neue Kreise zu erschliessen. Auch mit dem Kunstblatt von ­Arthur Loosli, den viele noch als Lehrer am Gymnasium erlebt hätten, sei dies nicht gelungen.

Das kann auch der aktuell ­Zuständige Markus Hodler bestätigen: «Das Interesse an den Kunstblättern ist leider in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen», sagt der Galerist, welcher bis heute acht Kunstblätter herausgegeben hat.

Besonders hebt Markus Hodler dabei sein erstes, zweiteiliges Kunstblatt von Stefan Werth­müller hervor, das mit der Darstellung einer «Fulehündin» alle überrascht habe.

Und er erzählt vom Nebelmaschinen-Foto­shooting mit Patric Spahni und dem Fulehung an einem Frühlingsabend auf dem Schlossberg, das vorbeiflanierende Passanten ziemlich perplex zurückliess. Oder vom Zeichnungswettbewerb, den mit Sara Frey eine damalige Kadettin gewonnen habe.

In diesem Jahr nun lanciert Markus Hodler das 25. TKV-Kunstblatt. Allerdings will er darüber noch nicht allzu viel ver­raten: «Vorstellen werde ich es an der TKV-Versammlung am Ausschiesset-Montag», sagt er nur.

Alle Kunstblätter aufs Mal

Und damit dem Jubiläum auch sonst Genüge getan wird, orga­nisiert Markus Hodler ab dem Freitag, 22. September, in seiner Galerie eine Gesamtschau sämtlicher Blätter, welche bisher erschienen sind.

Diese Ausstellung wird bis zum Samstag, 14. Oktober, eingerichtet bleiben. Unter Umständen ist es gleichzeitig ein Abgesang auf die Zeit der TKV-Kunstblätter: «Es kann gut sein, dass das 25. Kunstblatt auch gleich das letzte ist», bedauert der Galerist.

Das neue Kunstblattist ab dem Ausschiesset-Dienstag in der Galerie Hodler an der Frutigenstrasse 46 A im Hohmadpark ausgestellt und kann dort ab dem 26. September oder an der TKV-Hauptversammlung am Abend des 25. September gegen Barzahlung gekauft oder reserviert werden.

Der Preis pro Blatt beträgt 200 Franken. Das Kunstblatt wird in einer Auflage von lediglich hundert Stück hergestellt. Vom 1. Januar 2018 an kostet das Kunstblatt 2017 wie die übrigen Rest­bestände 250 Franken (Rabatte bei Mehrfachkauf).

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