Jetzt kennt das ganze Oberland Oberwil

Thun

Am Sonntagabend schloss in Thun die 20. Ausgabe der Ausstellung Neuland Berner Oberland. Gerade kleinen Oberländer Tourismusgebieten bietet die Messe eine Plattform, die sieauch nach zwei Jahrzehnten nicht missen möchten.

  • loading indicator

«Als wir vor zwanzig Jahren hier unseren ersten Auftritt hatten, war die meistgestellte Frage der Leute, wo denn Oberwil überhaupt liege», sagte Oswald Kunz, Präsident der Skilift Rossberg AG und einstiger Tourismusvorsitzender in Oberwil. Und: «Aber heute fragt uns dies an der Ausstellung niemand mehr.»

Was er damit meint, ist, einfach gesagt, die Werbewirkung der Ausstellung Neuland, die gestern nach vier Tagen zu Ende ging. Er und das Team Oberwil-Simmental Tourismus haben an der Neuland auf dem Expo-Gelände in Thun in zwanzig Jahren jede Ausstellung mitgemacht. «Wir hatten immer den Eindruck, dass wir von diesem Auftritt profitieren können», betonte Kunz.

Er findet, dass die Ausstellung über die zwei Jahrzehnte vielfältiger geworden ist. «Zu Beginn hat die Landwirtschaft dominiert, jetzt ist auch mehr Kleingewerbe präsent.» Den Skilift Rossberg würde es ohne die Neuland bestimmt immer noch geben. «Aber der Aufwand für Werbung wäre deutlich grösser.»

30 Prozent Rücklauf

Ebenfalls ohne Unterbruch zwanzig Jahre dabei ist Erwin Mani von der Skischule Diemtigtal. Am Stand von Tourismus und Naturpark Diemtigtal war gestern Glück gefragt. Am Zwirbelrad konnte für einen Einsatz von einem Franken gleich eine Tageskarte für Schneesport im Diemtigtal abgeholt werden. «Wir haben in all den Jahren eine Rücklaufquote von 30 Prozent erreicht», erklärte Mani.

Zwar sind die Touristiker aus dem Diemtigtal auch an regionalen Weihnachtsmärkten unterwegs. «An der Neuland finden wir aber immer wieder das Gespräch mit den Leuten, und es gibt auch viele Rückmeldungen», hielt Marina Scholl von der Wiriehornbahnen AG fest.

Seit 1997 ebenfalls ohne Unterbruch dabei ist die Stockhornbahn AG. «Die Messe hat unseren Bekanntheitsgrad gesteigert, wir möchten sie nicht missen», betonte Mitarbeiterin Karin Rindlisbacher. Dank dem langjährigen Auftritt seien insbesondere die Winterangebote der Stockhornbahn deutlich bekannter geworden.

Bilanz positiv

Initiator und Gründer Ueli Bischoff zog gestern Abend denn auch eine positive Bilanz. «Ich habe viele fröhliche Gesichter gesehen, sowohl bei den Ausstellerinnen wie auch bei den Besuchern», sagte er. Zudem sei die Messe ohne Zwischenfälle verlaufen.

Eine konkrete Zahl, wie viele Leute die 20. Auflage der Ausstellung in den vergangenen vier Tagen anlockte, nannte der Organisator nicht. «Wir liegen im Rahmen der Vorjahre», meinte er. 2015 vermeldete die Neuland 18 000 Besucherinnen und Besucher. 2017 wird die Ausstellung auf dem Thuner Expo-Gelände vom 2. bis 5. November unter dem Motto «Alt und Neu» über die Bühne ­gehen.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...