Kein Eisbahndach vor 2017

Oberlangenegg

Die Eisbahn in Oberlangenegg kann nicht bereits nächstes Jahr saniert und überdacht werden.

Das Projekt verzögert sich: Die auf dieser Visualisierung dargestellte Überdachung der Kunsteisbahn Oberlangenegg wird frühstens 2017 Realität.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Das Projekt verzögert sich: Die auf dieser Visualisierung dargestellte Überdachung der Kunsteisbahn Oberlangenegg wird frühstens 2017 Realität.

(Bild: zvg)

Die Nutzer der Kunsteisbahn Oberlangenegg (Kebo), allen voran der Eishockeyclub Oberlangenegg (EHCO), wollen die in die Jahre gekommene Anlage im inneren Kreuzweg sanieren. Zum einen soll die 20-jährige Kunsteisbahn saniert und zum anderen ein neues Dach über die Anlage gebaut werden.

«Sowohl die zahlreichen Vereine, welche die Anlage nutzen, wie auch die Gemeinden in der Region stehen diesem Vorhaben positiv gegenüber», schreiben die Initianten des Projekts in einer Medienmitteilung, die sie gestern verschickt haben.

Baustart nicht vor 2017

Eigentlich war der Baustart auf Frühjahr 2016 geplant. «Das Projekt wäre gemäss Vorabklärungen grundsätzlich auch bewilligungsfähig», heisst es in der Medienmitteilung. Das Problem sei nun aber, dass es für den Dachbau die Umzonung «eines relativ kleinen Stücks Land und Wald bräuchte».

Und weiter: «Da aber momentan jegliche Neueinzonung ohne Kompensation unmöglich ist, weil der Kanton Bern keinen vom Bund genehmigten Richtplan hat, ist die Bewilligung für einen Baustart Frühling 2016 nicht möglich.» Ein Baustart könne so frühestens 2017 ins Auge gefasst werden.

2,2-Millionen-Projekt

Mittlerweile hat das Projektteam einen Kostenvoranschlag mit einer Genauigkeit von plus/minus zehn Prozent erstellt. Demnach betragen die gesamten Projektkosten rund 2,2 Millionen Franken – und damit mehr als die zuletzt kommunizierten 1,5 bis 2 Millionen.

«Momentan laufen die Arbeiten für einen längerfristigen Businessplan, der Aufschluss über den Bedarf an Fremdfinanzierung und Einnahmen aus dem Betrieb der Kebo geben soll», schreiben die Initianten.

Vertreter aus drei Gemeinden

Auf Wunsch der Gemeindebehörden des rechten Zulgtals nimmt in der Arbeitsgruppe ab sofort Gemeinderat Hanspeter Wenger als Vertreter der Standortgemeinde Oberlangenegg Einsitz. Weiter ist Beat Schwendimann mit an Bord, Vizegemeinderatspräsident der Gemeinde Buchholterberg und Inhaber der STS Schwimmbadtechnik, welche die Maschinen für die Eisaufbereitung betreut. Als politischer Vertreter arbeitet SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl mit, welcher auch Gemeinderatsmitglied in Unterlangenegg ist. Damit sind drei Zulgtalgemeinden in der Arbeitsgruppe vertreten.

«Die Mitglieder der Arbeitsgruppe wie auch die Verantwortlichen des EHCO haben zudem zur Kenntnis genommen, dass die Gemeinden eine adäquate Vertretung in der zu gründenden 3H44 AG als Betreibergesellschaft verlangen, falls die Gemeinden sich finanziell beteiligen sollten», heisst es in der jüngsten Mitteilung weiter. Die Zeichnung von Absichtserklärungen für den Aktienkauf verlaufe erfreulich.

«Mittlerweile wurden Absichtserklärungen für 2277 Aktien im Wert von 100?188 Franken gezeichnet», heisst es. Die Scheine für die Absichtserklärungen liegen in sämtlichen Filialen der Raiffeisenbank Steffisburg auf oder können über www.3h44ag.ch heruntergeladen werden.

Thuner Tagblatt

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