Keine Sorgen um den Nachwuchs

Boltigen

Gegen 300 Gäste bezeugten dem Turnverein Boltigen mit ihrer Anwesenheit am 100-Jahr-Jubiläum ihre Sympathie.

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Witzig, spritzig und voll motiviert überraschte der Turnverein Boltigen die Gäste bei der Jubiläumsfeier in der Mehrzweckhalle Reidenbach mit einem vielseitigen Programm.

Nach der Begrüssung durch die Präsidentin Heidi Rubin wurde schnell klar, dass sich der Turnverein um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen braucht. An der Hand von Vater oder Mutter zeigten die Jüngsten mit grosser Freude und Stolz ihre Hüpfer und Purzelbäume.

Schon vor hundert Jahren wollten junge Burschen etwas für die Gesundheit tun. Wie die Idee, einen Turnverein zu gründen, zustande gekommen sein könnte, mimten vier Turner mit Sketches und trockenem Humor. Das sei nicht ganz so zugegangen, erklärte Beatrice Rösti, welche die Feier mit Unterstützung von Powerpoint-Präsentationen moderierte. Aus dem Protokoll der Gründungsversammlung las sie, wie es gewesen ist. Aktive Turner demonstrierten, wie damals geturnt wurde. Da ging es vor allem um Kniebeugen, Liegestütze und Muskeltraining.

Ein buntes Bild bot die Mädchenriege. Mit ihrem Auftritt rief sie die Zeit von Aerobic, hautengen Leggins, Neonfarben und mit Festiger fixierten Haaren in Erinnerung. Dazwischen erzählte Beatrice Rösti, wie der TV Boltigen zur ersten Fahne gekommen ist.

«Am Eidgenössischen Turnfest 1963 in Luzern durften die Boltiger nicht mit den Delegationen einmarschieren, da sie keine Fahne hatten. Auf dem Heimweg haben sie aus Spass mit einem Haselstock und einem Tuch eine Fahne gebastelt.» Ein reicher Feriengast im Bergmann habe Mitleid gehabt und 100 Franken gespendet. Da habe seine Gattin gesagt: «Ach, mein Mann ist immer so geizig», und habe nochmals 100 Franken hingelegt. So kam der TV Boltigen zu seiner Fahne.

Gelungener Querschnitt

Ein paar Jahre nach der Auflösung hat sich die Jazztanzgruppe für das Boltiger Jubiläum reorganisiert und zeigte eine ebenso anmutige wie auch fulminante Show. Mit einer Lichtshow mit Keulen begeisterten die aktiven Turnerinnen und beeindruckten mit einem Querschnitt durch heutiges Turnen.

Die Kitu trat als Büetzermeitschi und Büetzerbuebe auf und verblüffte mit Sprungkraft, Beweglichkeit und präsentierte Saltos mit ebenso viel Elan wie Rad und Brücke.

«Stolz auf unsere Vereine»

Heidi Rubin bedankte sich bei den Leiterinnen: «Ihr habt ein schönes Programm aufgebaut, der grosse Einsatz hat sich gelohnt», lobte sie. Gleicher Meinung war auch Gemeindepräsident Albert Wampfler.

«Wir sind stolz auf unsere Vereine und besonders auf dieses Jubiläum mit den schönen Rückblicken.» Lukas Fahrni vom Turnverband Berner Oberland fügte an: »Wir sind froh um engagierte Vereine, die auch zu Neuem inspirieren.» Die Formation Bärnbeat liess den fröhlichen Abend ausklingen.

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