Kinderfreundlichere Pausenplätze gefordert

Steffisburg

Gewisse Pausenplätze in Steffisburg sehen nicht nur aus wie Parkplätze, sie dienen auch als solche. Das ist der Fraktion von SP und Grünen im Grossen Gemeinderat ein Dorn im Auge. Die Gemeinde verspricht Verbesserungen.

Marco Zysset@zyssetli

Für Kinder des Zulg-Schulhauses sei es «manchmal schwierig, ausgelassen Fussball zu spielen oder ein sonstiges Spiel, ohne ein Auto zu touchieren». Das schreiben die Mitglieder der Fraktion von SP und Grünen im Grossen Gemeinderat (GGR) Steffisburg. Sie haben deshalb im Parlament ein Postulat eingereicht, mit dem der Gemeinderat beauftragt wird, «zu prüfen, welche Veränderungen auf dem Parkplatz/Pausenplatz der Mittelstufe Zulg realisiert werden können, damit die Schülerinnen und Schüler einen Pausenplatz erhalten».

Die Unterzeichnenden sind gemäss ihrem Vorstoss überzeugt: «Mit kleinen baulichen Massnahmen sollte es sicher möglich sein, diesen Platz aufzuteilen.» Dabei ist es ihnen ein Anliegen, dass «die Spielzone nicht unbedingt aus Asphalt bestehen sollte».

Halboffene Türen

Mit ihrem Postulat trifft die Fraktion beim Gemeinderat und den betroffenen Abteilungen zumindest auf halboffene Türen, wie in den Unterlagen zur GGR-Sitzung vom nächsten Freitag zu lesen ist. «Es ist dem Gemeinderat bewusst, dass sich die Parkplatz­situation nur durch Appellation an die Vernunft der Verursacher nicht verbessern lässt», heisst es da.

Und: «Mögliche und sinnvolle Massnahmen werden nach dem Vorliegen der Liegenschafts- und Schulraumplanung festgelegt und umgesetzt.» Diese sei derzeit bei den Abteilungen Bildung und Hochbau/Planung in Arbeit. Unter anderem haben die Abteilungen den Auftrag, die Schul­anlagen auf «Kapazitäten, Aussenraum und kindergerechte Gestaltung» zu überprüfen.

Der zuständige Gemeinderat Hans Berger (GLP) sagt auf Anfrage, von der Problematik, welche der Vorstoss von SP und Grünen schildert, seien primär die Schulanlagen Schönau und Zulg betroffen. «Unser Ziel ist, dass Pausenplatz und Parkplatz sauber getrennt sind», sagt Berger. Er ­betont, dass die Parkplätze zur Schulzeit nur von Lehrkräften benutzt werden dürfen, «und diese Nutzung ist kostenpflichtig wie für alle anderen Gemeindeangestellten, etwa beim Gemeindehaus, auch».

Die Gemeinde wolle dem Personal auch weiterhin eine gewisse Anzahl Parkplätze zur Verfügung stellen. «Ich kann mir jedoch vorstellen, dass im Sinne einer Sofortmassnahme beim Schulhaus Zulg die Trennung ­zwischen Park- und Pausenplatz rasch signalisiert wird», so Berger. Weiterreichende und baulich umfangreichere Massnahmen seien indes erst im Rahmen des Projekts Schulraumplanung «zu definieren und auf Umsetzbarkeit zu prüfen».

Gemäss den Unterlagen für die Sitzung vom Freitag empfiehlt der Gemeinderat dem Parlament, den Vorstoss von SP und Grünen anzunehmen.

Thuner Tagblatt

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