Kindergarten im Wohnhaus

Thun

Die Stadt Thun braucht mehr Platz für Kindergärteler aus der Innenstadt.

In diesen Haus gehen ab 2020 Kindergärteler ein und aus.

In diesen Haus gehen ab 2020 Kindergärteler ein und aus.

(Bild: Patric Spahni)

Die Stadt Thun plant per Schuljahr 2020/21 einen neuen Kindergarten: Ein Wohnhaus an der Bleichestrasse soll für die Kindergartennutzung baulich angepasst werden, wie die Stadt mitteilt. Grund ist die interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat). Gemäss dieser sind alle Kinder, die am 1. August das vierte Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig.

Die frühere Einschulung bedingt in Thun vier zusätzliche Kindergartenklassen. Zwei Klassen wurden per Schuljahr 2014/15 eröffnet (Bostuden und Schubertstrasse). Weiterer Platzbedarf zeichne sich besonders im Gebiet Innenstadt ab, schreibt die Stadt. Die Kapazitätsgrenzen der bestehenden Kindergärten «Selve» und «Aaremätteli» seien erreicht. Deshalb beschloss die Schulkommission schon 2017 die Eröffnung einer Kindergartenklasse auf Schuljahr 2020/21.

Auf zwei Böden

Nach intensiver Suche und Prüfung diverser Varianten hat die Stadt eine Lösung gefunden. Die Wahl fiel auf ein Einfamilienhaus an der Bleichestrasse mit Jahrgang 1898. «Die Liegenschaft kann mit wenigen baulichen Massnahmen auf die Bedürfnisse eines Kindergartens angepasst werden», schreibt die Stadt.

Im Aussenbereich ist eine Spielzone vorgesehen. Auf eine behindertengerechte Anpassung könne in Absprache mit der Organisation Procap verzichtet werden, da die bestehenden Kindergärten entsprechend ausgebaut sind. Die auf zwei Geschosse verteilten Unterrichtsräume sind indes für einen Kindergarten in Thun ein Novum.

Weitere Räume gesucht

Die Liegenschaft wurde im Finanzvermögen erworben und muss für die Nutzung als Kindergarten in das Verwaltungsvermögen zum Buchwert von 511'980 Franken gewidmet werden. Die Umbaukosten betragen gesamthaft 372'600 Franken, der Anteil Investition, der vom Stadtrat genehmigt werden muss, beträgt 279'450 Franken. Falls der Stadtrat den Verpflichtungskredit im Juni genehmigt, kann der neue Standort ab Schuljahr 2020/21 eröffnet werden. Für eine weitere Klasse sucht die Stadt noch nach geeigneten Räumen.

maz/pd

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