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Kreuzkröte gefällts auf der Burgerallmend

Wo derzeit die Rasenspielfelder neben der Stockhorn-Arena entstehen, hat sich auch eine sehr seltene Krötenart niedergelassen. Die involvierten Stellen unternehmen alles, um die Tiere zu schützen.

Barbara Schluchter-Donski
Das Überleben der Kreuzkröten auf der Burgerallmend ist ihm ein Anliegen: Stadtgrün-Chef Markus Weibel zeigt einen der Tümpel, wo derzeit unzählige Kaulquappen herumschwimmen. Mittels der eingelegten Folie will man verhindern, dass dieser austrocknet.
Das Überleben der Kreuzkröten auf der Burgerallmend ist ihm ein Anliegen: Stadtgrün-Chef Markus Weibel zeigt einen der Tümpel, wo derzeit unzählige Kaulquappen herumschwimmen. Mittels der eingelegten Folie will man verhindern, dass dieser austrocknet.
Patric Spahni

Auf der Thuner Allmend gibt es seit Jahren eine Population. Die Rede ist von der Epidalea calamita, zu deutsch Kreuzkröte. Doch die geschützte Art ist sehr anspruchsvoll, was ihren Lebensraum angeht. Ausserhalb des Waffenplatzes war sie deshalb nicht anzutreffen.

Das änderte sich aber im letzten Jahr. Im August, kurz vor dem Spatenstich für den Bau der neuen Kunstrasenfelder neben der Stockhorn-Arena, machte ein Naturbeobachter eine überraschende Entdeckung: «Der Mann hatte zuvor einen Amphibienkurs absolviert und wollte sein Wissen in der Praxis anwenden», erzählt Markus Weibel, Leiter Stadtgrün Thun. «Dabei stiess er in den seit Jahren aufgeschütteten Erdhügeln, die doch ziemlich weit weg von der Allmend sind, auf mehrere Kreuzkröten.» Der Mann meldete seinen bemerkenswerten Fund sofort der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Karch), welche umgehend die Stadt als Bauherrin und die Burgergemeinde Thun als Landbesitzerin beizog.

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