Oberlangenegg

Kunsteisbahn soll unters Dach

OberlangeneggDie Kunsteisbahn Oberlangenegg soll erneuert werden und ein Dach erhalten. Der Eishockeyclub Oberlangenegg will dazu eine Aktiengesellschaft gründen, um das Projekt breit abzustützen.

Die Eisbahn Oberlangenegg ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Im gleichen Zug soll nun ein Dach gebaut werden.

Die Eisbahn Oberlangenegg ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Im gleichen Zug soll nun ein Dach gebaut werden. Bild: Patric Spahni

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Die Kunsteisbahn Oberlangenegg (Kebo) im inneren Kreuzweg in Oberlangenegg ist vielen Eishockeyspielern weitherum ein Begriff. Rund 500 Spieler aller Altersklassen nutzen die Anlage für Training und Spiele.

«Neben dem heimischen EHC Oberlangenegg (EHCO) sind das Klubs aus den Regionen Thun, Emmental und Mittelland, wobei vor allem auch viel Nachwuchsspieler dabei sind», sagt Vereinspräsident Peter Oesch, «allen voran die über 100 Spieler des Nachwuchsklubs HC Huskys.»

Dach-Neubau geplant

Obschon die Anlage im Eigentum des EHC immer wieder erweitert und umgebaut wurde, steht nun eine grössere Sanierung mit Umbau bevor, wie Oesch erläutert. «Neben der Sanierung des holprig gewordenen Untergrunds und der dazugehörigen Umgebung wie namentlich der Banden wollen wir die Anlage überdachen», erklärt Oesch. Dafür gebe es verschiedene Gründe.

So sei das bestehende bewegliche Sonnendach stark sanierungsbedürftig und müsste ohnehin ersetzt werden. Mit einem fixen Dach könnte ferner bei der Eiserzeugung Geld gespart werden. «Und schliesslich könnten wir mit einem Dach immer spielen und hätten keine Ausfälle wegen Schnee oder Regen», betont Oesch. Falls alles klappt, soll der Bau bereits im April 2016 in Angriff genommen werden.

AG zur Finanzierung

Die Sanierung des Eisbahnbodens und der Bau des Daches kosten aber einiges an Geld. «Wir rechnen mit Kosten zwischen 1,5 und 2 Millionen Franken», betont er. Zur Finanzierung soll eine Aktiengesellschaft, die 3H44 AG (siehe Infobox), gegründet werden. Danach soll die bestehende Anlage vom EHCO in den Besitz der AG überführt werden. «Als neue Eigentümerin der Anlage saniert diese danach Boden, installiert neue Banden und überdacht die Kebo», erläutert Oesch den Plan der Initianten.

Er will damit die Anlage breiter abstützen: «Wir streben an, dass die Aktien möglichst weit gestreut werden.» Am Bar- und Pubfestival, das heute startet, haben die Besucher die Möglichkeit, eine Absichtserklärung zum Kauf von Aktien abzugeben.

Kanton hilft mit

Damit die Finanzierung breit abgestützt ist, soll auch auf weitere Finanzierungsquellen zurückgegriffen werden. «Das Bernische Wirtschaftsamt Beco hat grundsätzlich ein zinsloses Darlehen von 500000 Franken in Aussicht gestellt, das nach dem Einreichen des formellen Gesuchs voraussichtlich bewilligt wird», sagt Oesch.

«Und auch der Sportfonds wird sich nach Einreichen eines konkreten Projekts voraussichtlich beteiligen.» Weiter hätten auch schon mehrere Gemeinden der Region signalisiert, dass sie dem Projekt wohlwollend gegenüberstünden. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.08.2015, 09:12 Uhr

Infobox

Die neue Gesellschaft soll 3H44 AG heissen. Dies in
Anlehnung an den 2012 verstorbenen Walter «Wale» Gerber, der vom Stammklub Oberlangenegg aus in Langnau, Lyss, Chur und Ajoie schweizweit Karriere machte.

«Der Name vereinigt mit Herz, Härte und Hingabe die wichtigsten Eigenschaften im Sport. Jene Eigenschaften, welche durch unsere Nummer 44 Wale Gerber stets gelebt und verkörpert wurden», erklärt EHCO-Präsident Peter Oesch.

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