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Liam Maye legt ein beachtliches Debüt vor

Mit «Overthinker» ist dem 21-jährigen Liam Maye aus Hünibach ein überzeugendes Erstlingswerk gelungen.

Liam Maye hat kürzlich sein Debüt «Overthinker» veröffentlicht.

Liam Maye hat kürzlich sein Debüt «Overthinker» veröffentlicht.

(Bild: PD)

Ein zartschmelzendes Piano plätschert in repetitiven Akkorden dahin, darüber erzählt eine Männerstimme in Spoken Words von dem Ringen mit dem eigenen Verstand, der als gezähmter Tiger umschrieben wird. Mehr ist «To Tame a Tiger» nicht.

Es ist der rohste Song auf Liam Mayes neu erschienener Debüt-EP «Overthinker». Sicher ist es aber auch der persönlichste und mutigste. «Overthinker» sei in einer schwierigen Lebensphase entstanden, sagt Maye im Pressetext.

Von innerem Druck und der Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, ist die Rede. Aus über dreissig Songideen hat der 21-jährige Hünibacher schliesslich vier Stücke auf seinem Erstlingswerk verewigt.

Dass sich darunter ein Song wie «To Tame a Tiger» herauskristallisiert hat, zeugt einerseits von der Vielseitigkeit des jungen Musikers, der früher unter seinem gebürtigen Namen Liam Spichiger oder unter dem Künstlernamen Cove auftrat.

Andererseits beweist es, dass man sich nicht durch das Etikett Pop täuschen lassen darf, zumal die vier Lieder weitaus mehr Abwechslung wie auch Tiefgang bieten als durchschnittliche, radiotaugliche Musik.

Gesanglich vielschichtig

Was nicht heisst, dass das musikalische Multitalent mit eingängigen Melodien geizt. Auf «Note to Self», dem Song mit dem grössten Hitpotenzial, sorgen elektronische Drums und Bässe für den modernen Sound, während eine funky E-Gitarre den Rhythmus stetig vorwärtstreibt.

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