Lob für Elektro-Engagement der Stadt

Thun

Dass die Stadt Thun zumindest bei Teilen der Fahrzeugflotte auf Elektroantriebe setzt, gefällt dem Stadtrat. Er überwies einstimmig ein Postulat, das einen möglichst geringen CO2 fordert.

Dieser Kehrichtwagen der Stadt Thun wird zu 100 Prozent elektrisch betrieben. (Bild: Keystone)

Dieser Kehrichtwagen der Stadt Thun wird zu 100 Prozent elektrisch betrieben. (Bild: Keystone)

Die Stadt Thun soll bei der Beschaffung Fahrzeuge berücksichtigen, die den CO2 maximal reduzieren: Das forderten die Stadtratsfraktionen Grüne/Junge Grüne, SP und GLP/BDP in einem Vorstoss. Es sei sinnvoll, die gesamte Fahrzeugflotte der Stadt langfristig und kontinuierlich umweltverträglicher zu gestalten.

In seiner Antwort auf das Postulat zeigte der Gemeinderat auf, warum er neben dem 2018 in Betrieb genommenen elektrischen Kehrichtfahrzeug nun drei mit Diesel betriebene Lastwagen beschafft . Zum einen sei der Kehrichtaufbau der Fahrzeuge elektrisch betrieben. Zum anderen bestehe bisher kein voll elektrisches Serienfahrzeug – beim Modell, das die Stadt Thun als Erste in der Schweiz in Betrieb genommen hat, handelt es sich erst um einen Prototyp; Erfahrungen werden noch gesammelt.

«Ein bisschen unwissend»

In der Stadtratssitzung vom Donnerstagabend gab es viel Lob für das Engagement der Stadt. Adrian Christen (SP) gestand: «Wir waren vielleicht ein bisschen unwissend, als wir den Vorstoss formulierten.» Er sei positiv überrascht, was die Stadt im Bereich E-Mobilität schon alles gemacht habe. Neben dem elektrischen Kehrichtwagen gibt es im städtischen Fahrzeugpark etwa mehrere elektrische Personenwagen und eine E-Strassenreinigungsmaschine. «Die Stadt übernimmt eine Vorreiterrolle», rühmte auch Philipp Deriaz (SVP).

Er sprach sich für einen «gesunden Mix» bei den Fahrzeugen aus. «Die Umstellung der Flotte hat ihren Preis», erklärte Simon Werren (Fraktion GLP/BDP), «wir sind bereit, ihn zu zahlen.» Für Alois Studerus (Fraktion EVP/EDU/CVP) bestärkt das Postulat die Stadt darin, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Marc Barben (Grüne) freute sich darüber, dass die guten Erfahrungen der Stadt Thun mit dem E-Kehrichtfahrzeug zu zahlreichen Offerten der Herstellerfirma geführt haben. «Dem Gemeinderat ist es ernst mit dem Thema», ist für Susanna Ernst (FDP) klar. Das Postulat wurde schliesslich einstimmig überwiesen.

Die Stadtregierung hatte sich in den Stadtratsunterlagen für das Festlegen von verbindlichen Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung von Fahrzeugen, die den CO2 der Flotte reduzieren, ausgesprochen. Laut Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) könnte es rund ein halbes Jahr dauern, diese Kriterien auszuarbeiten.

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