Mehr Platz und frischer Wind

Steffisburg

Das Alters- und Pflegeheim Solina an der Ziegeleistrasse in Steffisburg wurde in den vergangenen vier Jahren für rund 29 Millionen Franken umgebaut. Am Samstag findet das Eröffnungsfest statt.

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Am 19. Mai 2015 sagten die Mitglieder des Vereins Solina an ihrer Hauptversammlung Ja zum Kredit über 27 Millionen Franken für den Umbau des bald 35-jährigen Gebäudes an der Ziegeleistrasse, am 15. September 2015 erfolgte der Spatenstich. Gut vier Jahre nach dem Startschuss zum Bauprojekt Solina+ ist es jetzt so weit: Das Alters- und Pflegeheim Solina wird am nächsten Samstag mit einem Gartenfest wiedereröffnet (vgl. Kasten unten am Text).

Pflege auf sechs Stockwerken

«Eine besondere Herausforderung war für uns während dieses Umbaus, die Infrastruktur, die jener eines Spitals gleicht, mit einer wohnlichen Innenausstattung zu verbinden, damit unsere Bewohnerinnen und Bewohner sich zu Hause fühlen – denn im Prinzip sind wir ein Langzeitspital», sagt Patric Bhend, Geschäftsführer von Solina.

Wer durch den neu gestalteten Eingang des Hauptgebäudes tritt und sich nach rechts zum Südflügel wendet, gelangt ins Restaurant des Heims. Rund 130 Mittagessen werden täglich ausgegeben, Bewohnerinnen und Bewohner treffen auf Angehörige, Mitarbeitende oder Angestellte nahe gelegener Firmen. «Das gesamte Restaurant wurde neu gestaltet und innerhalb des Gebäudes umplatziert, um das Tageslicht besser ausnutzen zu können und Gästen den Blick auf den Garten zu ermöglichen», sagt Bhend weiter.

«Wir betreuen nun alle Bewohnerinnen und Bewohner unter einem Dach – den Standort Rosengarten am Gantrischweg haben wir aufgegeben.» Silvia Bandy, Standortleiterin Solina Steffisburg

In den fünf Stockwerken des Hauptgebäudes befinden sich mehrere Wohnbereiche, darunter eine Demenzabteilung, die in der Umbauphase einen Demenzgarten erhalten hat, in dem sich die Bewohnenden selbstständig bewegen können.

Das Gebäude ist ausserdem mit einer Attika aufgestockt worden, in der Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung leben. Um diesen Bau sowie die Aufstockung des Nordflügels, der nun ebenfalls sechs Stockwerke zählt und mit dem Südflügel verbunden wurde, rechtskonform zu machen, war eigens eine Zonenplanänderung nötig.

GEF empfiehlt Einzelzimmer

Nach dem Umbau bietet der Solina-Standort Steffisburg – ein weiterer befindet sich in Spiez – 130 Betreuungsplätze. «Das sind gleich viele wie zuvor», sagt Silvia Bandy, seit 2014 Standortleiterin in Steffisburg. «Allerdings betreuen wir nun alle Bewohnerinnen und Bewohner unter einem Dach – den vormaligen Standort Rosengarten am Gantrischweg haben wir aufgegeben.»

Beim neuen Konzept sei man auch der vermehrten Nachfrage nach Einzelzimmern nachgekommen, sagt Bandy. «Aktuell sind noch 15 Prozent unserer Zimmer für zwei Personen vorgesehen. Vorher war das Verhältnis von Doppel- und Einzelzimmern umgekehrt.» Diese Umstrukturierung liege näher an der Empfehlung der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF). Während der Bauphase zog ein kleiner Teil der Bewohnerinnen und Bewohner an den Standort Spiez, nun aber seien alle wieder an ihrem Platz untergebracht.

Rund zwei Millionen mehr als die ursprünglich geplanten 27 Millionen Franken habe die Stiftung Solina schliesslich in den Um- und Ausbau des Standortes Steffisburg investiert, sagt Patric Bhend. Eine Million sei nachbudgetiert worden, als bekannt wurde, dass eine Kernsanierung des bestehenden Hauptgebäudes nötig sei, eine weitere liege man über dem Budget.

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