Zum Hauptinhalt springen

Mehrfacher Glücksfall?

Redaktor Michael Gurtner zur Eröffnung des Parkings im Thuner Schlossberg.

Januar 2017: Die 130 Tonnen schwere Teilschnittmaschine bohrt sich in den Berg.
Januar 2017: Die 130 Tonnen schwere Teilschnittmaschine bohrt sich in den Berg.
Patric Spahni
Februar 2016: Anfräsfeier mit der heiligen Barbara (rechts).
Februar 2016: Anfräsfeier mit der heiligen Barbara (rechts).
Patric Spahni
November 2018: Das Parkhaus wird mit 400 geladenen Gästen feierlich eröffnet.
November 2018: Das Parkhaus wird mit 400 geladenen Gästen feierlich eröffnet.
Patric Spahni
1 / 8

Es ist ein Glücksfall: Das Parking im Schlossberg – ein Thuner Jahrzehntprojekt – ist fertig gebaut, und in tausend Tagen Bauzeit gab es keinen einzigen schlimmen Unfall. Das ist gerade bei einem Bau unter Tage keine Selbstverständlichkeit.

Auch andere unliebsame Zwischenfälle blieben aus: So wurden keine gravierenden Setzungen auf dem Schlossberg verzeichnet; das Gestein entsprach grossmehrheitlich den mit diversen Tests untermauerten Erwartungen.

Dass auch von den Anwohnerinnen und Anwohnern keine übermässigen Klagen eingingen, zeigt, dass die Verantwortlichen während der Bauzeit umsichtig vorgingen und gut kommunizierten – unter anderem mit regelmässigen News­lettern für die Betroffenen.

Nun ist zu hoffen, dass das Parking auch zum erwarteten Glücksfall für den Verkehr in Thun wird. Der jetzt vollendete Parkhausring entlastet die Altstadt, ermöglicht die Aufhebung von Parkplätzen und die Fussgängerzone in der Innenstadt. Das ist ein Quantensprung für Thun. Entsprechend ist die Stadt gefordert, die Umstellung gut zu orchestrieren und die geplante Attraktivierung mit innovativen Ideen, aber auch dem nötigen Fingerspitzengefühl umzusetzen.

Zum Glücksfall soll das Parking nicht zuletzt für die Gewerbetreibenden in der Altstadt und insbesondere in der vom Parkhaus direkt erreichbaren Oberen Hauptgasse werden. Ein Selbstläufer ist dies allerdings nicht. Es braucht den Einsatz und die Innovationskraft der Gewerbler. Diese wiederum dürfen von den Behörden nicht mit unsinnigen Auflagen ein­geschränkt werden – etwa, was Öffnungszeiten für Gastrobetriebe nur bis Ladenschluss betrifft.

In der Pflicht stehen nicht zuletzt die Hausbesitzer, die mit entsprechender Mieterauswahl und nicht überzogenen Mietpreisen entscheidend mitbestimmen, wie das Angebot in der Hauptgasse künftig aussieht. Und wie lebendig diese wirklich ist und bleibt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch