Oberlangenegg

Stimmvolk ebnet Weg fürs Eisbahndach

OberlangeneggDas geplante Eisbahndach hat eine Hürde gemeistert. Die Gemeindeversammlung bewilligte die Änderung im Zonenplan wie auch Anpassungen im Baureglement. Eine Einsprache bleibt allerdings hängig.

Die Kunsteisbahn Oberlangenegg soll überdacht werden.

Die Kunsteisbahn Oberlangenegg soll überdacht werden. Bild: Stefan Kammermann

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«Der Gemeinderat ist der Meinung, dass das Vorhaben rechtmässig ist», sagte am Dienstagabend Gemeindepräsident Ueli Aeschlimann an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung. 69 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, knapp 18 Prozent, waren gekommen, um über die Zukunft der in die Jahre gekommenen Kunsteisbahn Oberlangenegg zu befinden.

Traktandiert war eine Änderung des Zonenplans sowie entsprechende Anpassungen im Baureglement, die für die geplante Überdachung und Sanierung nötig sind. In einer geheim durchgeführten Abstimmung sprachen sich die Anwesenden mit 57 Ja zu 12 Nein deutlich für die Anpassungen aus.

Kurz und intensiv diskutiert

Dem Abstimmungsentscheid ging indes eine kurze und intensive Diskussion voraus. Insbesondere Anwohner machten auf die zahlreichen zum Teil stark belastenden Nebeneffekte wie Lärm, Vandalismus, respektloses Verhalten oder die schwierige Verkehrs- und Parkiersituation aufmerksam. «Wir haben diesbezüglich viele Gespräche geführt und sind auch erschrocken», räumte Gemeindepräsident Aeschlimann ein. Und: «Wir werden diese Anliegen sehr ernst nehmen und an Lösungen arbeiten.»

Einsprache bleibt bestehen

Die Änderung der Zone für Sport- und Freizeitanlagen wurde nötig, weil für die geplante Überdachung und Vergrösserung des Eisfeldes auf Standardmasse rund 260 Quadratmeter Wald definitiv und über 100 Quadrat­meter temporär gerodet werden müssen. «Als Ersatz für die Rodung ist auf der angrenzenden Waldparzelle ein Amphibienlebensraum mit zwei Weihern vorgesehen», erläuterte Ueli Aeschlimann.

Im angepassten Baureglement sind weiter neu die Masse für das Eisfeld umschrieben und dass es künftig gestattet ist, Fassaden für eine allfällige Halle aufzustellen. Nicht bereinigt werden konnte eine Einsprache, welche die Standortgebundenheit und die geplante Wald­rodung infrage stellt. Über die Einsprache wird das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung befinden.

Aktien statt Beitrag

Umdenken muss der Gemeinderat allerdings in Sachen finanzieller Unterstützung an das Vorhaben. Gemäss Antrag wollte er der 3H44 AG, welche seit April Besitzerin der Kunsteisbahn ist, einen einmaligen Investitionsbeitrag von 70'000 Franken für das Sanierungsprojekt überweisen. Doch er hatte die Rechnung ohne die Stimmbürger gemacht. «Wir sollten besser Aktien zeichnen, so haben wir in Zukunft als Gemeinde auch ein Mitspracherecht», hielt ein Votant fest.

Und sein Antrag fand schliesslich auch Gehör: Mit 50 Ja zu 14 Nein sprach sich die Gemeindeversammlung für eine Aktienzeichnung in Höhe von rund 70'000 Franken aus. Diskussionslos bewilligte der Souverän zudem einen Kredit in Höhe von 800'000 für die Sanierung und die Erweiterung der Sauberabwasserleitung Kreuzweg. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 30.08.2017, 14:59 Uhr

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