Uttigen

Neue Visitenkarte für Uttigen

UttigenDie Nachbargemeinde von Uetendorf, Heimberg und Seftigen hat eine neue Visitenkarte: Bei der südlichen Einfahrt wurde in Uttigen aus der alten Sägerei ein neues Gewerbehaus. Den Kontrast dazu bildet ein orangefarbenes Wohnhaus.

Die neue Visitenkarte von Uttigen: Links die alte Sägerei in neuem Gewand, rechts das Gebäude mit zwölf altersgerechten Wohnungen.

Die neue Visitenkarte von Uttigen: Links die alte Sägerei in neuem Gewand, rechts das Gebäude mit zwölf altersgerechten Wohnungen. Bild: Marc Imboden

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1949 brannte die Sägerei von Uttigen zusammen mit dem benachbarten Bauernhaus ab. Sie wurde am selben Standort wieder aufgebaut und während rund 20 Jahren weiterbetrieben. Danach verfiel das Gebäude – bestehend aus einem Satteldach, Pfeilern und Balken, aber nicht rundum mit Wänden eingefasst – immer mehr.

Nun aber erstrahlt die ortsbildgeschützte Sagi in neuem Glanz: Die Besitzer haben zwei Glaskuben eingebaut und damit eine Symbiose von Alt und Neu geschaffen. Den einen Raum vermieten sie der Krankenkasse Visana für die Geschäftsstelle Uetendorf/Uttigen (ab 3.August). «Visana baut das Geschäftsstellennetz aus und stärkt mit der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle ihre Kundennähe», sagt Geschäftsstellenleiterin Manuela Koller. Den anderen Raum teilen sich zwei Therapeutinnen, die klassische Massage, Kinesiologie und Lernberatung anbieten.

Am Standort des 1949 abgebrannten Bauernhauses sorgt ein markantes Wohnhaus mit Flachdach und oranger Fassade für Kontras: Das Gebäude enthält zwölf Mietwohnungen mit 2,5 respektive 3,5 Zimmern. Das Spezielle daran: «Sie sind alle von A bis Z altersgerecht», sagt Besitzer Walter Maurer, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern die Baugesellschaft Sägeplatz gegründet hat, welche sich um die Verwaltung der Immobilie kümmert.

Zwischen 23 und 92 Jahren

«Die in vielen Seniorenwohnungen üblichen Dienstleistungen wie Wäsche, Einkäufe, Pflege und ähnliches bieten wir nicht an», sagt Walter Maurer. Dafür erhalten seine Mieter eine Adressliste mit verschiedenen Anlaufstellen, zum Beispiel bezüglich Spitex und Mahlzeitendienst.

Doch nur bei wenigen Mietern besteht ein Interesse dafür. «Obwohl die Wohnungen altersgerecht sind, zählt bloss ein Drittel der Mieter zu den Senioren.» Altersmässig sind die Bewohnerinnen und Bewohner gut durchmischt: Ihr Alter liegt zwischen 23 und 92 Jahren. «Seit zwei Monaten sind alle Wohnungen vermietet, die Hälfte der Leute ist schon eingezogen, freut sich Walter Maurer.

Auf die Idee mit den altersgerechten Wohnungen kam er vor 23 Jahren, als er einen entsprechenden Artikel in der Zeitung las. «Ich sagte mir: Das machen wir auch!» Allerdings hatte er erst nach seiner Pensionierung Zeit, die Pläne für das 4-Millionen-Franken-Projekt umzusetzen. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 10.07.2015, 07:21 Uhr

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