Es rockt ein letztes Mal in der «Cholere»

Hünibach

Am 8. Juli findet das Cholererock zum letzten Mal am Kohlerenweg statt. Die Organisatoren suchen nach einem neuen Standort für das Open Air ab 2018.

Cholererock: Heuer zum letzten Mal im Quartier.

Cholererock: Heuer zum letzten Mal im Quartier.

(Bild: Pascale Amez)

«Letzte Musikveranstaltung am Kohlerenweg, 8. Juli 2017»: Sachlich werben die Veranstalter für die kommende Ausgabe des Cholererock-Open-Airs.

Dabei geht mit der achten Durchführung eine kleine Ära zu Ende: 2010 fand das Cholererock zum ersten Mal in der heutigen Form am Eingang zur Kohlerenschlucht statt, in den darauf folgenden Jahren erfreute es sich stetig wachsender Beliebtheit und lockte Besucher aus der ganzen Deutschschweiz nach Hünibach.

Auch der nationale Radiosender SRF 3 rührte in der Vergangenheit kräftig die Werbetrommel für die «Open-Air-Perle am Thunersee». In den letzten zwei Jahren war das Cholererock, das Platz für circa tausend Leute bietet, restlos ausverkauft.

«Opfer des eigenen Erfolgs»

«Gewissermassen ist unser Open Air Opfer seines eigenen Erfolgs geworden», meint OK-Präsident Tim Stauffer. «Die kritische Grösse ist an diesem Standort ­erreicht, die Belastung für die Anwohner wurde immer grösser, und wir haben das Wachstumspotenzial am Kohlerenweg vollständig ausgeschöpft», erklärt er die Gründe für den Standortwechsel ab 2018.

Alleinstellungsmerkmal des Cholererock-Open-Airs sei der Umstand, dass es mitten in einem Wohnquartier stattfindet, was wegen des weit verbreiteten «Bünzlitums» in diesem Lande fast nirgends möglich wäre, schreiben die Veranstalter in einer Medienmitteilung.

Standortsuche läuft

Durch die Einbindung der Anwohner behielt das Cholererock stets einen familiären, gemüt­lichen Charakter. Diesen wollen die Organisatoren unbedingt auch an einem neuen Ort beibehalten. «Die Planungen für den Standortwechsel laufen bereits auf Hochtouren, noch ist aber nichts spruchreif», sagt Tim Stauffer.

Breitgefächertes Programm

Zuerst gilt es die «Ära Kohlerenweg» gebührend zu Ende zu bringen. Das Programm verspricht auch dieses Jahr eine breitgefächerte Auswahl an Pop- und Rock­acts von nationaler Bedeutung, Lokalhelden und einige Geheimtipps.

Als Headliner konnte die Berner Band Yokko verpflichtet werden, die mit ihrem «Atlantic Wave»-Sound Kritiker und Publikum in Begeisterungsstürme versetzt. Mit den Kummerbuben hat das Cholererock-Open-Air ein weiteres Ass im Ärmel.

Deren Frontmann Simon Jäggi ist in Zusammenarbeit mit dem Traktorkestar und dem Song «Lost Boy & Suicide Girl» ein überraschender Charterfolg gelungen, der auch die Popularität der Kummerbuben nochmals deutlich anstiegen liess.

Die neu auferstandenen Modern Day Heroes hauchen dem guten alten Rock ’n’ Roll wieder neues Leben ein und versprechen mit taufrischem Songmaterial ein echtes Highlight zu werden.

Regionale Bands

Dann gibt es da ja noch den überaus reichen Kulturfundus der Region Thun. Die stilbewussten Indierocker von Infinite Hills spielen ihr zweites von vier Konzerten als «Die vo hie»: Die Veranstalter der Music Days ­Steffisburg, des Cholererock, des Thunfests sowie von Thun hat Talent sehen in ihnen den derzeit hoffnungsvollsten Nachwuchsact aus der Region.

Mit dem verträumt-melancholischen Duo Frost & Fog bekommt das regionale Musikschaffen einen weiteren Platz im Line-up. «Als persönlichen Geheimtipp empfehle ich Steiner & Madlaina aus Zürich.

Die beiden Frauen spielen schlicht atemberaubend gute Musik und liefern mit ihren Texten auch Stoff für die grauen Zellen», schwärmt Programmchef Simon Eisenmann. Eröffnet wird das Open Air am 8. Juli wie immer von einer Schülerband.

Detailprogramm, Tickets und mehr: http://cholererock.ch.

maz/pd

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