Niklaus Zenger ist «Grüner Baggerführer 2019»

Wilderswil

Mit seinem Bagger bearbeitet Niklaus Zenger die Umgebung von einem schwimmenden Floss aus. Nun wurde er vom Kanton ausgezeichnet.

Der "Grüne Baggerführer 2019" Niklaus Zenger von der Zenger Niklaus AG in Wilderswil bei der Arbeit. Foto: PD

Der "Grüne Baggerführer 2019" Niklaus Zenger von der Zenger Niklaus AG in Wilderswil bei der Arbeit. Foto: PD

Wo andere Maschinenführer aufgeben müssen, beginnt die Spezialität von Niklaus Zenger. Wird das Wasser zu tief für die schweren Baumaschinen, versetzt er den Bagger auf ein Floss und erledigt die Arbeiten von dort aus. Mit dieser Methode habe der «Grüne Baggerführer 2019» in der Vergangenheit verschiedene Projekte möglich gemacht, die andernfalls kaum hätten realisiert werden können, heisst es in einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion. Und weiter: «Für diese Arbeiten zeichnet der Renaturierungsfonds des Kantons Bern Niklaus Zenger aus.»

Aktuelles Beispiel für die Schaffenskraft des Wilderswilers sei seine Arbeit am Brienzersee in der Gemeinde Niederried. «Auf Initiative des Renaturierungsfonds konnte auf einer öffentlichen Parzelle das Ufer abgeflacht und eine kleine Flachwasserzone geschaffen werden. Der Perimeter wurde mit Schilf, welches im Naturschutzgebiet Lütschisand in Bönigen abgetragen wurde, bepflanzt.» Dadurch sei wertvoller Lebensraum für Jungfische, Wasservögel und unzählige weitere Tiere entstanden. Ebenfalls Bestandteil dieses Projekts war die Erneuerung des Schilfschutzzauns beim Strandbad. Realisiert wurde dieses Projekt im März 2018. Die Projektkosten von rund 54000 Franken wurden vollständig durch den Renaturierungsfonds getragen.

Viele Projekte im Oberland

Auch andere Wasserbauprojekte im Berner Oberland tragen laut Mitteilung die Handschrift von Niklaus Zenger: «Bereits 2003 schaffte er in der Schadau in der Aare bei Thun neue Laichgründe für die Äsche. An der Aare bei Interlaken hat Niklaus Zenger in zwei Projekten (2010 und 2017/2019) weitere Massnahmen zur Verbesserung der Äschenlebensräume umgesetzt. Im Naturschutzgebiet Lütschisand in Bönigen wurden 2018 einerseits verlandete Teiche ausgebaggert als auch Verlandungen im Gerinne selber abgetragen. Auch eine zusätzliche Verbindung in den Brienzersee wurde erstellt. Durch die neuen, zum Teil auch etwas tieferen Wasserflächen entstanden wertvolle Laichplätze für Fische.» In diesem Jahr habe Zenger zudem Arbeiten bei der Gewässerrenaturierung des Waldmattligrabens realisiert. (pd/jez)

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