Amachers Mission: Hattrick sichern

Er hat sich schon mehrmals neu erfunden und blieb sich trotzdem vom ersten bis zum vorerst letzten Moment treu bei «The Voice of Germany»: Marc Amacher. Jetzt soll er für seine Coachs den dritten Sieg in Folge holen.

Im Halbfinal überzeugte Amacher mit seiner Version des AC/DC Klassikers «T.N.T» Quelle: dailymotion

Marco Zysset@zyssetli

War Marc Amachers Auftritt bei «The Voice of Germany» (TVOG) am Sonntagabend nun eine Überraschung oder nicht? Dass er nach Songs von Buffalo Springfield, Depeche Mode sowie aus der Rocky Horror Picture Show jetzt einen Klassiker der australischen Altrocker AC/DC präsentierte, bestätigte eher, was Fans schon lange wissen und TV-Zuschauer, die ihn neu entdecken, langsam realisieren: Es gibt fast nichts, was Marc Amacher nicht in seinen ganz eigenen, persön­lichen Blues verwandeln kann.

Dass es aber möglich ist, aus dem hochenergetischen «T.N.T» eine stampfende Bluesnummer zu machen, dürfte doch den einen oder anderen überrascht haben – und mit ein Grund sein, warum mehr als die Hälfte der Abstimmenden im Telefon- und SMS-Voting sich für Amacher und gegen seine beiden Konkurrenten entschieden.

So kämpft der Berner Oberländer am nächsten Sonntag gegen Tay Schmedtmann, Robin Resch und Boris Alexander Stein um den Sieg in der sechsten Staffel von TVOG. Am Tag nach dem Finaleinzug gab sich der 32-jährige Familienvater indes wieder betont und bekannt gelassen – was unter Umständen auch an einem gewissen Schlafmanko gelegen haben könnte.

Was passierte nach der Show vom Sonntagabend?Marc Amacher: Es standen gleich wieder Promo- und Interview­termine an, bereits wieder Aufnahmen, dann zusammenpacken, zurück in die Unterkunft, duschen, kochen, was essen – und Abfahrt zum nächsten Auftritt, beim Frühstücksfernsehen.

  • loading indicator

Kein Schlaf? Kein Schlaf. Aber ich kenne das ja. Wenn wir mit Chubby Buddy im Ausland unterwegs sind, kommt der Schlaf manchmal auch etwas zu kurz.

Hatten Sie wenigstens noch einen Moment mit der Familie? Ja. Weil die Familie auch unseren Coachs enorm wichtig ist, haben sie es uns ermöglicht, noch einen Moment zusammen zu ver­bringen.

Und was kommt jetzt? Zum einen stehen Promotermine an, zum anderen geht es darum, den nächsten Sonntag vorzubereiten. Jeder von uns singt mindestens vier Songs, zum Teil gemeinsam.

Mit welchem Song wollen Sie den Sieg holen – und damit den dritten Titel in Folge für Michi Beck und Smudo? Ich bin mir noch nicht sicher. Es könnte in Richtung Rolling ­Stones gehen. Oder Lenny Kravitz. Ich habe schlicht nicht damit gerechnet, dass ich den Finaleinzug schaffen könnte, und habe mir deshalb nichts zurechtgelegt.

Echt jetzt? Echt jetzt. Ich meine, es ist schon grossartig, dass jemand wie ich so weit kommt in so einer Show.

Macht sich jetzt doch noch der Ehrgeiz bemerkbar? Hey – wie lange kennen Sie und ich uns jetzt? Hier geht es nicht darum, dass einer den anderen aussticht. Wir wollen gemeinsam Musik machen, und jeder will mit seiner ganz eigenen Art Menschen berühren. Darum geht es.

Seit Sonntag bilden die vier verbleibenden Kandidaten ein neues Team. Wie ist die Stimmung? Grossartig. Wir kommen super miteinander klar, geniessen die Zeit, die wir gemeinsam unterwegs sind und zusammen Musik machen können.

Erstmals stehen nur Männer im Finale von «The Voice» . . . Das stimmt. Wir sind eine gute Truppe.

Was für die bevorstehende Tour hilfreich sein dürfte. Bestimmt. Wir werden ein dichtes Programm haben bis Ende Januar. Gleich nach Weihnachten geht es los für alle vier von uns, egal, wer gewinnt.

Keine Weihnachtsferien? Doch, ganz kurz. Aber die gehören der Familie.

www.the-voice-of-germany.ch

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt