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Planer ernten mehrheitlich Lob

Wie sich am Info­anlass zeigte, ist die Bevölkerung der geplanten Überbauung untere Bernstrasse in Heimberg mehrheitlich positiv gesinnt. Bis zur Abstimmung am 21. Mai werden aber nicht alle offenen Fragen beantwortet sein.

Mit Blick von Nordwesten in Richtung Südosten wird sich die neue Überbauung dereinst in etwa wie auf dieser Visualisierung präsentieren.
Mit Blick von Nordwesten in Richtung Südosten wird sich die neue Überbauung dereinst in etwa wie auf dieser Visualisierung präsentieren.
zvg

Nichts weniger als ein komplett neues Quartier planen die Migros als Landbesitzerin und die Gemeinde Heimberg an der unteren Bernstrasse. Damit die Pläne für das Wohn- und Gewerbequartier zwischen der Kantonsstrasse und der BLS-Bahnlinie in die Tat umgesetzt werden können, ist eine Überbauungsordnung (ÜO) mit Zonenplanänderung nötig. Das Heimberger Stimmvolk entscheidet am 21. Mai an der Urne. Im Hinblick auf die Abstimmung führte die Gemeinde am Dienstagabend einen öffentlichen Info­anlass durch. Er war mit über 80 Interessierten gut besucht.

Einsprachen sind bereinigt

Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) blickte vorerst zurück und erinnerte daran, dass auf der rund 17'000 Quadratmeter grossen Fläche noch vor wenigen Jahren ein Cash-and-Carry-Grossmarkt vorgesehen war. «Dieses Projekt war bewilligt. Die Bagger standen bereit. Heute sind wir froh, dass es anders herausgekommen ist», gestand Röthlisberger.

Seit 2014 nahm dann das neue Projekt Form an: Nun sind für ein Investitionsvolumen von 60 Millionen Franken sechs kubische, frei stehende Wohnhäuser mit rund 100 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen geplant. In allen Bauten wird jeweils das Parterre öffentlich genutzt.

Im Norden des Areals soll ausserdem ein niedrigerer Bau erstellt werden, in welchem die Migros einen Supermarkt sowie eine Denner-Filiale betreiben will. Gemäss der Abstimmungsbotschaft der Gemeinde sind im Gebäude weitere Verkaufsflächen und Nutzungen wie «ein Ärzte- oder Gesundheitszentrum, ein Fitnesscenter oder Restaurationsbetriebe» denkbar.

Wie Planungsvorsteher Beat Schertenleib (EDU) erklärte, habe man von Beginn an eine hohe Verdichtung angestrebt. Dies sei gelungen. «Das neue Quartier ist zentral gelegen, gut durch den ÖV erschlossen und weist grosszügige Grün- und Spielflächen auf», nannte er weitere Pluspunkte. Mit zwei Einsprechern, die sich gegen die Anlieferung via Aare­strasse wehrten, habe eine Einigung erzielt werden können.

Aus den erwähnten Investitionen von 60 Millionen Franken, die vollumfänglich von der Migros-Genossenschaft Aare getragen werden, erwachsen der Gemeinde keine Kosten. Im Gegenteil: Aus der Mehrwertabschöpfung der Grundstücke wird für die Gemeinde ein Gewinn von über 1,3 Millionen resultieren.

Wenig Kritik – offene Fragen

Mehrere Bürgerinnen und Bürger lobten die Arbeit der Planer. Dennoch wurde auch Kritik laut: Ein Anwohner der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie äusserte die Befürchtung, dass der Schattenwurf eines der achtstöckigen Kuben sein Haus treffen werde. Ein anwesender Vertreter der Migros verneinte dies zwar, der Anwohner verlangte aber genauere Informationen.

Ein anderer Votant bezweifelte, dass die Bernstrasse den zu erwartenden Mehrverkehr werde schlucken können. Gemeinderat Schertenleib erwiderte, dass entsprechende Prognosen gemacht wurden, die gezeigt hätten, dass die Situation tragbar bleibe.

Weiter zeigte sich in der Diskussion, dass in der Bevölkerung noch viele offene Fragen kursieren, die aber erst im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens oder noch später beantwortet werden können – so etwa, wie viele Miet- und wie viele Eigentumswohnungen es geben wird, wie hoch die ­Mietpreise ausfallen werden und wie viele Parkplätze in den geplanten Einstellhallen zu liegen kommen.

Der Heimberger Gemeinderat empfiehlt den Stimmberechtigten ein Ja zur ÜO und zur Zonenplanänderung. Trifft dies ein, könnte das Baubewilligungsverfahren im kommenden Winter anlaufen. Baubeginn der ersten Etappe wäre demnach 2018, voraussichtlich ab 2019 könnte die erste Etappe eröffnet werden.

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