Planung für S-Bahn-Halt Thun-Nord beginnt

Thun

Kanton und Gemeinden starten die Planung für die S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord.

Thun soll einen zweiten Bahnhof erhalten.

Thun soll einen zweiten Bahnhof erhalten.

(Bild: Marc Imboden)

Die S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord kann gebaut werden. Die eidgenössischen Räte haben das rund 36 Millionen Franken teure Vorhaben in die Projektliste für den Ausbauschritt 2035 der Bahninfrastruktur aufgenommen. Die Planung und Realisierung der Haltestelle, der tangentialen Buslinie und ergänzender Infrastrukturen wie einer allfälligen Liftanlage von der Haltestelle auf die Alpenbrücke seien anspruchsvoll, heisst es in einer Mitteilung der zuständigen Regionalkonferenz Oberland-West (RVK 5).

Nebst dem Bundesamt für Verkehr und den SBB, welche die Planung und Realisierung der Haltestelle verantworten, seien weitere Stellen involviert: das kantonale Tiefbauamt als Eigner von Alpenbrücke und Bypass Thun-Nord, das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr als Besteller der tangentialen Buslinie, die Standortgemeinden Thun und Steffisburg sowie die RVK 5, welche mit dem Agglomerationsprogramm und dem ÖV-Angebotskonzept die planerischen Voraussetzungen für die Finanzierung der Projekte schafft.

In den kommenden Monaten wird es darum gehen, die notwendigen Teilprojekte zu definieren, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zu klären, die Planungsverfahren in einer gemeinsamen Terminplanung aufeinander abzustimmen und eine entsprechende Projektorganisation aufzubauen. Die regionale Verkehrskonferenz Oberland-West, welche das Projekt S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord in den letzten Jahren vorangetrieben hat, wird die Planungsarbeiten der verschiedenen Akteure koordinieren.

Wachstumsimpuls

Die S-Bahn-Haltestelle soll dem Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun-Nord Wachstumsimpulse verleihen und den öffentlichen Verkehr im Raum Thun attraktiver machen. Die S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord sei eines der Schlüsselprojekte der RVK 5, heisst es in der Mitteilung. Die neue Haltestelle der S1 im ESP Thun-Nord wird unterhalb der Alpenbrücke geplant. Sie soll für eine bessere ÖV-Erschliessung des ESP sorgen und Entwicklungsimpulse auslösen. Thun-Nord ist gemäss der RVK-Mitteilung der einzige der vier kantonalen Premium-ESP, der noch über keine S-Bahn-Haltestelle verfügt. Heute zählt der ESP Thun-Nord rund 2300 Arbeitsplätze, insgesamt bietet er Raum für bis zu 8500 Arbeitsplätze und 200 Einwohner.

Das Einzugsgebiet der S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord beschränkt sich aber nicht auf den Entwicklungsschwerpunkt. Eine tangentiale Buslinie über den Bypass Thun-Nord und die Aarebrücke soll Steffisburg mit der S-Bahn-Haltestelle Thun-Nord und dem Raum Thun-Südwest verbinden. In ihrem Einzugsgebiet wohnen rund 15000 Einwohnerinnen und Einwohner und arbeiten rund 7000 Beschäftigte. Mit der Tangentiallinie soll die Haltestelle Thun-Nord zum Umsteigeort erster Wahl für viele Pendler werden.

Thuner Tagblatt

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