Projekt Hoffmatte kostet rund 40 Millionen Franken

Thun

Die WIA will nicht nur das Martinzentrum um- und ausbauen: Im Gwatt auf dem Areal der Firma Hoffmann Neopac soll zwischen 2019 und 2020 das Pflegeheim Hoffmatte mit 104 Plätzen erstellt werden.

Hier auf dem Areal der Hoffmann Neopac AG soll das neue Pflegeheim der WIA erstellt werden.

Hier auf dem Areal der Hoffmann Neopac AG soll das neue Pflegeheim der WIA erstellt werden.

(Bild: Patric Spahni)

Letzten Juni stellte die Stiftung Wohnen im Alter (WIA) erstmals die Pläne für ein neues Pflegeheim mit 104 Plätzen im Gwatt vor. Auf dem rund 30 000 Quadratmeter grossen Areal rund um die Produktionshalle der Hoffmann Neopac AG soll für 130 Millionen Franken eine Grossüberbauung entstehen. Nebst dem ­Pflegeheim der WIA sind rund 220 Wohnungen geplant.

Umzonung ist nötig

«Bevor das Projekt realisiert werden kann, braucht es eine Umzonung», erläuterte WIA-Stiftungratspräsident Beat Straubhaar am Dienstag vor den Medien. Denn heute befindet sich das Land in einer Industrie- und Arbeitszone. Gegenwärtig sei eine Voranfrage beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung hängig.

Das Bauprojekt selbst liegt bereits weitgehend vor. Gemeinsam mit dem Planungsamt der Stadt Thun und der WIA führte die ­Frutiger AG im Auftrag der Hoffmann Neopac AG letztes Jahr einen Projektwettbewerb mit zwölf Architekturbüros durch. Eine Wettbewerbsjury empfahl das Projekt der Husistein & Partner AG aus Aarau zur Weiter­bearbeitung.

Dieses sieht ein viergeschossiges Pflegeheim vor mit Empfangsbereich, Cafeteria, Mehrzweckräumen, Büros sowie einer Tagesstätte im Erdgeschoss und je zwei Wohngruppen pro Etage in den darüberliegenden Geschossen. Zusätzlich werden 48 Seniorenwohnungen von der WIA betreut und betrieben. Straubhaar schätzt die Kosten auf rund 40 Millionen Franken.

Stephan Friedli, Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIA, hofft, dass das neue Heim 2019 und 2020 erstellt werden kann. Das Siegerprojekt weist drei Wohnetagen für die Langzeitpflege mit je zwei Wohngruppen und ein Stockwerk mit zwei Demenzwohngruppen auf. Die 104 Pflegeheimplätze seien bereits von der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion bewilligt worden.

Plan B wird geprüft

Da der Um- und Ausbau des Martinzentrums von der Realisierung des Projekts Hofmatte abhängig ist, sucht die WIA auch nach einem Plan B. «Wir prüfen zusammen mit der Stadt Thun Alternativen für den Fall, dass sich das Projekt im Gwatt verzögert», betonte Straubhaar. Spruchreif sei noch nichts. Auf ein Provisorium wolle man möglichst verzichten.

rdh

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