Remo und Sara wollen es wissen

Thun

«Ronja Räubertocher» heisst das Stück, das der Verein Winterzauber heuer auf dem Mühleplatz im Zirkuszelt zeigt. Das 38-köpfige Schauspielteam übt derzeit intensiv.

Engagierte Schauspieler bei den Proben.

Engagierte Schauspieler bei den Proben.

(Bild: Stefan Kammermann)

Es geht kräftig zu und her an der Probe zum neuen Stück des Vereins Winterzauber Thun. Sara da Silva ballt die Fäuste, und Remo Grossen lässt sich vom stämmigen Toni Bachmann einfach so auf die Schulter hieven.

Dabei haben sich die drei und das 38-köpfige Ensemble zuvor bereits fast eine Stunde in Gesang geübt. Die Proben zur neuen Aufführung des Vereins im Zirkuszelt auf dem Mühleplatz ab Mitte Dezember laufen derzeit jedenfalls auf Hochtouren.

«Ronja Räubertocher» heisst das Stück. Die 13-jährige Sara da Silva aus Steffisburg spielt dabei die Hauptrolle der Ronja. Remo Grossen aus Aeschi schlüpft in die Rolle des Birk. «Ich mache das mega gerne», sagt der 14-Jährige, der sich im Stück gegen den Willen seiner Eltern und ebenso gegen den Willen der Räuberfamilie rund um Ronja eben mit dieser heimlich trifft. Und Toni Bachmann als Räuberhauptmann Mattis einiges Kopfzerbrechen bereitet.

Viel Text

«Ich habe zwar viel Text, das Auswendiglernen ist aber kein Problem», meint Sara da Silva. Denn die Schülerin wird nicht zum ersten Mal auf der Theaterbühne stehen. Sie hat auch schon bei der Oberländer Märlibühne beim Freilichtschauspiel «Vogellisi» in Steffisburg mitgewirkt. Und bezüglich Probeaufwand ein Konzept entwickelt. «Die Hausaufgaben erledige ich in der Schule, so wird es aufgehen», erklärt sie.

Crew mit Erfahrung

Was es benötigt, um auf einer Theaterbühne vor Publikum aufzutreten, weiss auch Remo Grossen, ist er doch schon das eine oder andere Mal auf der Bühne des Alpentheaters Kiental gestanden. «Theaterspielen macht mir einfach Freude», betont er. Und ergänzt: «Weil es mir Spass macht, bringe ich Schule und Theater locker unter einen Hut.» 

«Der Wechsel von der grossen Freilichtbühne auf eine Bühne im Zelt ist ausserordentlich reizvoll.»Mitja Staub,?Regisseur

Wirklich los geht es am 15. Dezember mit der Premiere. Für die Regie konnte der Verein Mitja Staub aus Heimenschwand gewinnen. Er ist in der Region kein Unbekannter. So hatte er zum Beispiel in diesem Sommer im Osten von Thun mit seinem dritten Freilichttheaterprojekt «Wie im Himmel» viel Sympathie geerntet.

«Reizvoller» Wechsel

«Der Wechsel von der grossen Freilichtbühne auf eine Bühne im Zelt ist ausserordentlich reizvoll und eine neue Herausforderung», sagt Mitja Staub. Weil sich dort alles in einem kleineren Raum und näher am Publikum abspiele. «Die Schauspieler müssen auf ganz andere Gesichtszüge, Körperhaltungen und Bewegungen aufmerksam gemacht werden», so der Regisseur weiter.

Suche nach Sponsoren

Gegen 170'000 Franken wendet der Verein Winterzauber Thun für die Produktion auf. «Die Sponsorensuche war nicht einfach, wir würden uns über die eine oder andere finanzielle Unterstützung noch freuen», erläutert Vereinspräsidentin Susanna Ernst. Und weiter: «Es ist doch einfach schön, wenn wir in Thun alle zwei Jahre etwas für Familien und Kinder machen können.»

Thuner Tagblatt

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