«Schade, dass Thun oft schlechtgeredet wird»

Thun

Wir fühlen den Thuner Gemeinderatskandidierenden auf den Zahn. Heute Ronald Wyss (BDP).

Sie sind seit kurzem Vizepräsident der BDP, die im Sommer mit Querelen und Parteiaustritten für Aufsehen sorgte. Ist das Vorstandsamt nicht ein Himmelfahrtskommando?
Ganz klar Nein. Auch wenn nicht jeder in der Redaktion des TT das so sehen mag. Die BDP ist und bleibt eine bürgerliche Mittepartei. Dementsprechend hat die Parteibasis praktisch geschlossen dafür gestimmt, eine Listenverbindung mit der Fraktion der Mitte einzugehen. Drei Mitglieder unserer Stadtratsfraktion wollten diesen Entscheid nicht mittragen und haben ihre persönlichen Konsequenzen gezogen.

Was bedeutet Thun für Sie?
Thun bedeutet für mich ganz einfach Heimat. Hier bin ich zu Hause. Hier bin ich geboren, in die Schule gegangen, war bei den Kadetten, habe meine Lehre gemacht und sogar die Rekrutenschule hier absolvieren können. Hier wohne und lebe ich, und hier wächst unser Sohn auf.

Wo hapert es in Thun?
Grundsätzlich bin ich nicht der Meinung, dass es in Thun hapert. Ich finde es schade, dass Thun oft schlechtgeredet wird.

Was lieben Sie an Thun?
Die Menschen. Dann die Innenstadt, das Schloss, den See, das Bergpanorama. Einfach Thun als solches. Als ich vor einigen Jahren für kurze Zeit in Zürich arbeitete, merkte ich schnell, wie sehr mir das alles fehlte.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Gemeinderat setzen?
Als BDP-Mitglied ist mir natürlich die politische Vernunft das Wichtigste. Darüber hinaus würde ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeit der Stadtregierung den Bürgerinnen und Bürgern in Thun nähergebracht wird. Viele Leute wissen nicht genau, was der Gemeinderat tut und in welchem Spannungsfeld er sich bewegt.

Wenn Sie die Stadt als Wohnort verlassen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen?
Diese Frage stellt sich für mich nicht.

Mit welcher Person möchten Sie gerne einmal ein paar Runden auf dem Thuner Riesenrad drehen – und warum?
Mit meiner Frau und unserem Sohn. Sie kommen oft zu kurz.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Neben meiner Familie ist es das Schreiben und der Curlingsport.

Wenn Sie mit einer Zeitmaschine in die Thuner Vergangenheit reisen könnten – welche Epoche würden Sie wählen?
Ich würde das Zeitrad in die späten 1960er-Jahre zurückdrehen. Tolle Automobile, tolle Mode, tolle Musik.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Thun?
Der Mühleplatz.

mik/gbs

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