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Fussballfan von Gummigeschoss der Polizei verletzt

Vor dem Match zwischen Thun und Sion am Samstag kam es zu einer Auseinandersetzung unter den Fans. Die Kantonspolizei setzte Gummischrot ein – ein Mann wurde verletzt.

mik

Der FC Thun gewann am Samstagabend gegen Sion 4:1 (siehe Spielbericht auf Seite 17) und zeigte sich dabei von seiner besten Seite. Das kann von einigen Supportern nicht gesagt werden. «Als die individuell angereisten Gästefans beim Stadion ankamen, trafen sie im Bereich vor dem Heimsektor auf Fans der Heimmannschaft. In der Folge gerieten die beiden Fangruppierungen aneinander, und es entwickelte sich eine tätliche Auseinandersetzung», teilte die Kantonspolizei Bern am Sonntag mit.

Der Polizei sei es gelungen, die beiden Fangruppierungen «durch einen gezielten Einsatz von Gummigeschossen rasch zu trennen». Ein Mann, der von einem Gummigeschoss getroffen wurde, wurde leicht verletzt, benötigte jedoch laut Mitteilung der Polizei keine unmittelbare medizinische Betreuung. Direkt aufgrund der tätlichen Auseinandersetzung seien – Stand Sonntagabend – keine Meldungen zu Verletzten eingegangen, ergänzte Polizei-Sprecher Dominik Jäggi auf Anfrage.

Laut einem Augenzeugen sollen Sion-Anhänger direkt aus dem Car kommend vermummt auf Thun-Fans losgegangen sein. «Das können wir so nicht bestätigen, zumal bei der Auseinandersetzung keine vermummten Personen festgestellt wurden», führte Jäggi aus.

Die Polizei teilte weiter mit, dass während des Spiels im Gästesektor mehrere Pyrotechnika sowie eine Rauchpetarde gezündet worden seien. «Ein Mann, welcher Pyrotechnika auf sich trug, konnte im Stadion angehalten werden.» Bezüglich der Ereignisse im Stadion habe die Kantonspolizei Ermittlungen aufgenommen. Die Abreise der Fans verlief «ohne grössere Zwischenfälle».

Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) war am Spiel, hat aber die Auseinandersetzung nicht ­selber mitbekommen. Er sagte gegenüber dieser Zeitung: «Wir verurteilen derartige Ausschreitungen scharf und werden schauen, welche Konsequenzen gezogen werden müssen.» Lanz gab seinem Unmut Ausdruck: «Es war ein toller Fussballmatch mit sehr vielen friedlichen Fans – und dann geschieht so etwas, das passt für mich einfach nicht zusammen.» Solche Vorfälle gingen zu Lasten all jener, die einfach einen Fussballmatch schauen wollten.

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