Schulsozialarbeit wird definitiv eingeführt

Kandertal

Die Einführung der Schulsozialarbeit Kander- und Engstligental erfolgt nach dreijähriger Projektphase und mit konzeptionellen Anpassungen.

In den Gemeinden Adelboden (Bild), Kandersteg, Kandergrund, Reichenbach und Frutigen werden ab 2020 Schulsozialarbeitende die Lehrkräfte unbefristet unterstützen.

In den Gemeinden Adelboden (Bild), Kandersteg, Kandergrund, Reichenbach und Frutigen werden ab 2020 Schulsozialarbeitende die Lehrkräfte unbefristet unterstützen.

(Bild: Herbert Kobi)

Die Schulsozialarbeit Kander- und Engstligental besteht seit Anfang 2017. Aufgrund des nachgewiesenen Bedarfs entschieden die Gemeinden Adelboden, Kandersteg, Kandergrund, Reichenbach und Frutigen im Rahmen eines dreijährigen Projektes zu prüfen, ob die Schulsozialarbeit dem Bedarf entsprechen kann.

Die Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit wertete die Projektphase im November 2018 aus und stellte fest, dass die Schulsozialarbeit die gewünschte Wirkung erzielt. Die Schulleitenden und Lehrkräfte werden durch die Schulsozialarbeit entlastet und können sich dem Kernbereich der Pädagogik und Wissensvermittlung widmen, so die Fachhochschule. Weiter konnte gezeigt werden, dass zielgerichtet und bedarfsorientiert die Unterstützung für die Eltern und Schüler erbracht wird.

Ab 2020 unbefristet

Im Frühsommer 2019 haben die fünf Gemeinden beschlossen, die Schulsozialarbeit Kander- und Engstligental definitiv einzuführen. Dabei wurden 160 Stellenprozente für die rund 1700 Schülerinnen und Schüler bewilligt. Neben der definitiven Einführung wurden auch konzeptionelle Anpassungen durch die zuständigen strategischen Entscheidungsträger vorgenommen.

Die bisherigen Schulsozialarbeitenden stehen bis Ende Jahr in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Mit der Schulsozialarbeiterin wird das Arbeitsverhältnis ab 2020 unbefristet und zu 80 Stellenprozenten weitergeführt. Die anderen 80 Stellenprozente werden ab Anfang 2020 durch die Sozialpädagogin Priska Flütsch besetzt.

Verschiedene Perspektiven

Der bisherige Schulsozialarbeiter ist seit einiger Zeit infolge gesundheitlicher Schwierigkeiten arbeitsunfähig, teilt der Regionale Sozialdienst Frutigen mit. «Zudem bestanden unterschiedliche Perspektiven zu den Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Schulsozialarbeit. Damit der Betrieb trotzdem geordnet weitergeführt werden kann, wurde mit ihm ein vorzeitiger Austritt vereinbart. Für die Zeit bis Ende Jahr konnte eine Stellvertreterlösung gefunden werden», heisst es weiter.

Die Neubesetzung bietet laut dem Regionalen Sozialdienst Frutigen «die Chance, dass die gut aufgebaute Schulsozialarbeit konstituiert wird und der Bedarf nach Schulsozialarbeit verlässlich weitergeführt und weiterentwickelt werden kann».

pd

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