Seespiele: 5 statt 3 Jahre und weiter 150'000 Franken jährlich

Der Thuner Stadtrat winkte die 150'000 Franken pro Jahr für die Thunerseespiele AG einstimmig durch. Der Leistungsvertrag wird von 3 auf 5 Jahre erhöht.

«Seit 15 Jahren schreiben die Seespiele Erfolgsgeschichte und sind eine hervorragende Werbung für unsere Region», sagte Stadtpräsident Raphael Lanz.

«Seit 15 Jahren schreiben die Seespiele Erfolgsgeschichte und sind eine hervorragende Werbung für unsere Region», sagte Stadtpräsident Raphael Lanz.

(Bild: PD)

«Dass die Unterstützung der Musicals derart eindeutig und einstimmig über die Bühne gegangen ist, freut uns sehr», sagt Markus Dinhobl, als er mit Michel Weber aus dem Rathaus tritt. Das Duo stellt für das Freddy Burger Management (FBM) als künftige Besitzerin der Thunerseespiele AG die neue Geschäftsleitung in Thun (wir berichteten) und hat soeben die Debatte im Ratssaal verfolgt.

«Dieses Vertrauen gibt uns ein motivierendes Gefühl.» Zudem dürfe durchaus erwähnt werden, dass das Ja des Stadtrats keine einseitige Verpflichtung sei, sondern eine gegenseitige. «FBM bekennt sich zum Musicalstandort Thun», sagt Weber.

Die beiden Männer teilen die Neuigkeit sofort ihrem Team mit. «Das Stadtrat-Ja ist auch eine Anerkennung für unsere Arbeit», sagt Markus Dinhobl. «Wichtig zu erwähnen ist vielleicht noch, dass der gesprochene Betrag von 150'000 Franken circa 1,5 Prozent der Gesamtaufwände für eine Produktion entspricht.»

Grosse Wertschöpfung

Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) setzte sich zuvor mit mehreren Argumenten für einen erneuten Leistungsvertrag ein. «Seit 15 Jahren schreiben die Seespiele Erfolgsgeschichte und sind eine hervorragende Werbung für unsere Region.» Die Gegenleistung für die Investition sei mehr als abgegolten.

Von der Sachkommission über alle Parteien hinweg stiess er offene Türen ein. «Bei dieser Vorlage für die Kultur sind wir uns alle einig», sagte Martin Allemann (SP). Und Stadträtin Daniela Huber (BDP) fand: «Unsere Thunerseespiele gehören zu den wichtigsten Kulturvertretern in der Schweiz.»

Thomas Hiltpold (Grüne) lobte die 15-jährige Verbindung zwischen Stadt und Musicalmachern: «Wie ihr wisst, bin ich auch Scheidungsrichter und kann sagen, dass nach dieser Zeit von einer Art mittleren Ehedauer gesprochen werden darf – und diese hier basiert auf einem fairen Geben und Nehmen.»

Auch die SVP war des Lobes voll: «Festgelegte Leistungen helfen allen», sagte Eveline Salzmann, «und Thun hat mit den Thunerseespielen eine ideale Plattform für viele Werber.»

Ab 2020 bis 2024

Sowohl die Planungssicherheit wie auch die Wertschöpfung für die Region waren nebst der professionellen kulturellen Qualität die Hauptargumente für das einstimmige Ja. Laut einer 2009 veröffentlichten Wertschöpfungsstudie generieren die Seespiele einen jährlichen Mehrwert von über 20 Millionen Franken in der Region Bern-Mittelland.

Der neue Leistungsvertrag dauert von 2020 bis 2024, also neu 5 statt wie bisher 3 Jahre. Die Stadt subventioniert die Musicalmacher in unverändertem Umfang von jährlich 150'000 Franken. Diese Summe setzt sich aus einem Barbetrag von 90'000 Franken und aus Dienstleistungen im Wert von 60'000 Franken zusammen.

Berner Zeitung

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