Sopranistin sang für die Herren

Thun

Für einmal trafen sich die Männer am traditionellen Herrenabend Anfang Dezember nicht im Freienhof, sondern in der Expo. Zudem sang Leticia Kahraman für sie.

Die Männer waren in Hochform: Solistin Leticia Kahraman sang für die Herren, begleitet von Monika Nagy am Klavier.

Die Männer waren in Hochform: Solistin Leticia Kahraman sang für die Herren, begleitet von Monika Nagy am Klavier.

(Bild: zvg)

Wegen des Umbaus des Hotels Freienhof wich der Männerchor Thun für den diesjährigen Herrenabend auf das Areal der Thun-Expo aus. In der Halle 1 begrüsste Präsident Alfred Schmutz gemäss Medienmitteilung die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport, darunter auch die Stadtratspräsidentin Sandra Rupp Gyger.

Unter der Leitung von Monika Nagy trugen die Sänger einen bunten Liederstrauss vor, darunter den Chor der Gefangenen aus «Nabucco» und das Vilja-Lied aus der Operette «Die lustige Witwe» von Franz Lehár. Auch das Stück «Bel ami», in welchem der Glückspilz bei den Fraun besungen wird, durfte nicht fehlen.

Nebst dem Pianisten Martin Fleszar wirkte als Solistin die einheimische Sopranistin Leticia Kahraman im Konzert des Männerchores mit. Zusammen mit Monika Nagy am Klavier verwöhnte sie die Gäste zudem mit einem musikalischen Intermezzo der Sonderklasse. Gelungen war auch das Überraschungsduett von Leticia Kahraman mit Walter Strub, die zusammen «Lippen schweigen» sangen.

Nach dem Nachtessen beschloss der von Herbert Tobler dirigierte Veteranenchor den Konzertteil mit zwei Stücken. Als Baritonsolist zeichnete sich dabei Daniel Gerber aus. In der Folge gedachte der Chor der Verstorbenen und nahm mittels Bechermupf drei neue Aktivsänger in seine Reihen auf.

Von Fussballern und Sängern

In seiner Rede spannte Markus Lüthi, Präsident des FC Thun Berner Oberland, den Bogen zwischen den Fussballern und den Sängern und zeigte deren Gemeinsamkeiten auf. Im Zentrum seiner Rede stand die Pflege der persönlichen Kontakte, der Gemeinschaft und der Familie, alles wichtige Aspekte, die mit virtuellen Freunden in sozialen Netzwerken unterzugehen drohen.

Die humorvolle Grussbotschaft der Thuner Regierung stammte von Gemeinderat Peter Siegenthaler. Mit seinem zum Schluss vorgetragenen «Ein Berner namens Stähli Fritz» rundete er den Ansprachenteil gekonnt ab.

Um halb eins in der Früh begann unter dem Motto «Saniere – Bier braue – tschou zäme» der traditionelle dritte Teil. Die auftretenden Aktivsänger nahmen unter anderem die aktuelle Nebenbeschäftigung des Thuner Stadtpräsidenten als Bierbrauer unter die Lupe und trugen als Finale vier «Ohrwürmer» von Polo Hofer vor. Der Schlusssong «Eine nähme mer no» klang noch bis ins Zunfthaus zu Metzgern nach, wo zu früher Morgenstunde Mehlsuppe, Wurst und Bier bereitstanden.

egs

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