Souverän bejahte die Pläne beim Bahnhof

Uttigen

Der Bahnhofplatz kann neu gestaltet werden. Der Souverän hat dafür die Überbauungsordnung gutgeheissen und ebenso die Fusion der Feuerwehr mit Uetendorf.

Ein Abstellplatz im Abendlicht: Das Areal beim Bahnhof an der Thunstrasse ist heute mit Autos überstellt. Doch nicht mehr lange: Der Souverän hat die Überbauungsplanung gutgeheissen.

Ein Abstellplatz im Abendlicht: Das Areal beim Bahnhof an der Thunstrasse ist heute mit Autos überstellt. Doch nicht mehr lange: Der Souverän hat die Überbauungsplanung gutgeheissen.

(Bild: Andreas Tschopp)

Beim Bahnhof Uttigen an der Thunstrasse besteht heute ein riesiger Autoabstellplatz, denn Anrainer sind eine Garage und ein Gebrauchtwagenhändler. Weil auf dem Platz beim Bahnhof auch die Erschliessung für Bahnersatzbusse besser geregelt und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen werden sollen, wurde eine Überbauungsordnung für das betreffende Areal bis hin zum Bahnhof-Pintli erstellt.

Nach gut zweijähriger Planungsphase ohne Mitwirkungseingaben und Einsprachen wurde das grund­legende Planwerk nun der Gemeindeversammlung in Uttigen zur Abstimmung vorgelegt.

Sterchi: «Es kommt gut»

Die 72 am Donnerstagabend im Mehrzweckgebäude in Uttigen versammelten Stimmberechtigten hiessen die Überbauungsplanung nach den Erläuterungen durch Vizegemeindepräsident Andreas Reber diskussionslos gut. Gemeindepräsident Markus Sterchi zeigte sich nach dem ­klaren Ja zuversichtlich, «dass es gut kommt» auf dem Bahnhofvorplatz.

Die Planunterlagen müssen nun aber noch beim ­Kanton zur Genehmigung ein­gereicht werden. Erst wenn dies geschehen ist, können die Bauabsichten durch die Grundeigen­tümer konkretisiert werden. Dafür ist ein separates Baugesuch erforderlich.

Es wurde auch noch ein Planungskredit von 60'000 Franken gesprochen. Dies für die Umsetzung der kantonalen Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen und die Gewässerraumplanung in Uttigen. Dieser Antrag warf einige Fragen auf, und es gab letztlich eine Gegenstimme.

Uttigen behält Magazin

Vier Gegenstimmen gab es zum Zusammenschluss der Feuerwehr Uttigen mit der Regiofeuerwehr Uetendorf plus, zu der bereits Forst-Längenbühl sowie Gurzelen gehören und deren Sitzgemeinde Uetendorf ist.

Der seit 2005 bestehende Zusammenarbeitsvertrag sei für die heutigen Anforderungen nicht mehr ausreichend gewesen, erklärte Gemeinderat Philipp Gafner. Im Fusionsvertrag werde ­jedoch festgehalten, dass der ­Magazinstandort Uttigen erhalten bleibe.

Der Ersatz zweier Fahrzeuge wird neu aus dem Ersatzbeitragsfonds der Regiofeuerwehr bezahlt, in den der Bestand Uttigens eingebracht wird. Die Finanzierung der Feuerwehr erfolgt künftig über Pro-Kopf-Beiträge, die mindestens 70 Franken und maximal 97 Franken für die rund 2000 Einwohnerinnen und ­Einwohner betragen. Die Gemeindeversammlung genehmigte ausserdem noch ein Reglement zur Aufgabenübertragung der Feuerwehr, das mit der Fusion erlassen wurde.

«Bombenjahr» finanziell

In der Rechnung weist Uttigen bei Aufwendungen von gut 6 Millionen im Gesamthaushalt einen Ertragsüberschuss von 724 184 Franken aus. Das sei ein «absoluter Rekord», merkte Finanzvorsteher Marcel Burkhard zum «Bombenjahr» 2017 an.

«Erst wenn dies nicht funktionieren sollte, werden wir über ein allfälliges Fahr­verbot für Militärlastwagen diskutieren.»Gemeinde­präsident­ Markus Sterchi

Auch dank einigen Zuzügen noch kurz vor Jahresende nahm die Gemeinde über 370'000 Franken mehr Steuern ein, erhielt mehr Finanzausgleich und musste weniger Schulbeiträge an die Oberstufe in Uetendorf bezahlen. All dies trug zu diesem ausserordentlichen Ergebnis bei. Obwohl für das laufende Jahr ein kleines Defizit eingeplant sei, werde für das Budget 2019 eine Senkung der heutigen Steueranlage von 1,63 Einheiten geprüft, führte der Finanzvorsteher aus.

Für die Sanierung der Werk­leitungen und die Erneuerung des Strassenbelags im Flurweg wurde ein Kredit von 590'000 Franken gesprochen. Die neu installierte LED-Strassenbeleuchtung kam Uttigen in der Abrechnung gut 11'000 Franken billiger. Mit der neuen Technik könne die Gemeinde 30 Prozent Stromkosten einsparen, informierte der Gemeindepräsident.

Armeelastwagen leiten

Markus Sterchi, der am Donnerstagabend erstmals die Gemeindeversammlung leitete, schnitt im Verschiedenen auch noch das Thema der Armeelastwagen an, die durch Uttigen fahren, um im Depot im Auwald Munition zu holen. Dabei würden die LKW oft die engen Quartierstrassen befahren.

Wie der Gemeindepräsident betonte, habe er deswegen eine Aussprache ­geführt mit der Logistikbasis der Armee und erreicht, dass den Chauffeuren künftig ein Plan abgegeben wird mit der genauen Route über die Stations- und Thunstrasse, die sie einschlagen sollten. «Erst wenn dies nicht funktionieren sollte», sagte Markus Sterchi, «werden wir über ein allfälliges Fahr­verbot für Militärlastwagen diskutieren».

Thuner Tagblatt

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